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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt VII. bestätigt die Vereinigung Mährens mit dem Bistum Prag.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Granum cat. praesulum Moraviae (Loserth 66). Reg.:Lit.: A. Breitenbach, Über die Quellen und die Glaubwürdigkeit des Granum catalogi praesulum Moraviae (Zs. d. dt. Ver. f. d. Gesch. Mährens u. Schlesiens 6/1902, 274 ff.); Büttner, Willigis von Mainz und das Papsttum 16 ff.

Kommentar

Vgl. weiters die n. 512 zitierte Literatur über die Gründung des Bistums Prag. Die Aussage der erst aus dem 15. Jh. stammenden Quelle (971 tempore s. Adalberti Pragensis episcopi secundi, anno episcopatus sui tercio Moraviensis episcopatus Pragensi episcopio Benedicti pape VII. Othonisque imperatoris II. confirmacione et pii Boleslai ducis Boemie consensu accedente ... fuit unitus) irrt in ihren chronologischen Angaben, da 971 Adalbert noch nicht Bischof von Prag war und in dessen drittem Regierungsjahr 985 sowohl Papst Benedikt VII. als auch Kaiser Otto II. nicht mehr lebten. Man hat daher vielfach früher der Nachricht keinen Wert beigemessen und eine Verwechslung mit den Ereignissen von n. 512 angenommen. Auch in den dort genannten Quellen erscheint anachronistisch schon Bischof Adalbert von Prag. Neuerdings nimmt Büttner an, daß das Anfang 976 begründete mährische Bistum (vgl. n. 512 u. n. 548) mit Prag vereinigt wurde, als nach dem am 2. Jan. 983 erfolgten Tod des Bischofs Thietmar von Prag über die Wiederbesetzung des Bistums verhandelt wurde. Dem im Feb. 983 gewählten und im Juni 983 investierten und geweihten neuen Bischof Adalbert von Prag hätte demnach Papst Benedikt VII. das verlorene Papstprivileg ausgestellt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 609, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0983-00-00_1_0_2_5_0_643_609
(Abgerufen am 23.01.2017).