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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt VII. gibt allen Gläubigen (omnibus fidelibus Christi) bekannt, daß er die durch Papst Johannes XIII. (n. 460) gemäß dem Beispiel Papst Gregors (I.) und der Kirchenväter angeordnete, durch die Kaiser Otto (I.) und Otto (II.) bestätigte und durch Erzbischof Walpert von Mailand gemeinsam mit dessen Suffraganen durchgeführte Einverleibung der entvölkerten Diözese Alba in das Bistum Asti neuerlich verfügt habe (Albiensem episcopatum viciniori Astensi scilicet ecclesie subiecisse) und daß daher nach dem Tode des jetzigen Bischofs Fulchard von Alba dessen Diözese samt allen Pertinenzen mit dem Bistum Asti für ewige Zeiten ein einziges Bistum bilden und jede Trennung der vereinigten Diözesen mit der Exkommunikation bestraft werden solle. ‒ Quia comperimus ... Scr. pm. Stefani not. reg. et scrin. SRE. in men. Oct., ind. XI. ‒ Dat. XIV. kal. Nov. pm. Stefani primicerii SSA. a. pont. dom. nostri Benedicti ss. VII. pp. IX., imp. dom. Ottone a Deo coronato magno et pacifico imp. a. XV., in men. et ind. suprascr. XI.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: Insert: Placitum v. 985 VII. 18 (Manaresi, FSI. 96/1958, 248). Drucke: Pflugk-Harttung, Acta II 51; Cipolla, Rozone 38; Gabotto in BSS. 86/1916, 7; Zimmermann, PUU. 537 n. 273. Reg.: JL. 3810 a; IP. VI/2, 172 n. 3 u. 185 n. 2; Santifaller, LD. 318; Santifaller, Elenco 307. Lit.: Cipolla, Rozone 16 ff.; Groner, Diözesen 14; Schwartz, Besetzung 90; Gabiani, Asti 425; Ph. Hofmeister, Die Doppeltitel der Bischöfe (ZRG. KA. 34/1947, 220); Hehl, Merseburg 106 f.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. auch Pflugk-Harttung, Iter 184 n. 87 und Kehr in GGN. 1901, 65. Das Placitum, auf dem sämtliche zitierten Drucke der Papsturkunde mit Ausnahme der Edition von Pflugk-Harttung beruhen, ist im Original im Turiner Staatsarchiv erhalten. Die zitierten Kaiserurkunden sind MG. DO. I n. 380 a und DO. II n. 280 a von 969 XI. 9 und 982 IX. 26 (vgl. n. 458). Auch sie finden sich im Placitum inseriert, das Bischof Rozzo von Asti nach dem Tode Fulchards veranstaltete, um die Union der beiden Diözesen durchzusetzen. Über die diesbezüglichen Maßnahmen Walperts von Mailand auf der 969 in der Mailänder Theklakirche tagenden Provinzialsynode vgl. Manaresi 241 ff. Die neuerlich auf Bitten Rozzos durch Benedikt VII. verfügte Unio exstinctiva der beiden Diözesen blieb nicht lange erhalten. Die Berufung des Papstes auf Gregor I. meint die Unionen von Cuma und Miseno bzw. Minturno und Formia (JE. 1197 und 1075); vgl. Zimmermann, Rechtstradition 133 f. u. Fuhrmann, Pseudoisidor 323.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 606, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0982-10-19_1_0_2_5_0_640_606
(Abgerufen am 28.07.2017).