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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VII.) bestätigt dem Bischof Arnulf von Orléans (Arnulfo religioso praesuli sanctae matris Aurelianensis ecclesiae in honore sanctae crucis dicatae) wunschgemäß und auf Grund vorgelegter Papsturkunden (mit wörtlicher Benützung von n. 143) die Besitzungen, Einkünfte und Rechte der Domkirche in Orléans, besonders die mit Zustimmung des Herzogs Hugo von Franzien erst neulich erfolgte Restitution des Ortes Cour-sur-Loire im Gau Blois (in pago etiam Blesiaco villa quae vocatur Curtis) durch den Grafen Odo (I. von Blois) sowie die Restitution des Lehens des Grafen Gottfried (I. von Anjou) an Bischof Arnulf durch Herzog Hugo (von Franzien). ‒ Convenit apostolico moderamini ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1667, Paris Bibl. nat.: Coll. Baluze 78 fol. 9 (fragm.). Drucke: Löwenfeld in NA. 11/1886, 386 (fragm.); Thillier-Jarry, Cartulaire 44 (fragm.); Zimmermann, PUU. 514 n. † 262. Reg.: JL. 3801; Santifaller, LD. 318. Lit.: Thillier-Jarry, Cartulaire p. XX ff.; Ramackers, PUU. in Frankreich VI 9 Anm. 2; Kaiser, Bischofsherrschaft 499.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Ramackers, PUU. in Frankreich VI 9 u. 22. Eine vollkommene Überlieferung des Urkundentextes existiert nicht mehr. Auch die Abschrift in der Coll. Baluze, die ex chartulario vetere ecclesiae Aurelianensis angefertigt wurde, ist unvollständig und verweist auf den vollständigen Text der Urkunde Leos VII. für Orléans (n. 143), der das Privileg Benedikts VII. abgesehen von dem Satz über die Restitutionen und mit Auslassungen von Schenkungen Rudolfs von Frankreich wörtlich folgt. Die Datierung wurde überhaupt nicht kopiert. Wie die Urkunde Leos VII. soll auch das Privileg Benedikts VII. vom Bischof persönlich in Rom erbeten worden sein. Das könnte im März 981 gewesen sein, zu welcher Zeit Arnulf in Rom bezeugt ist; vgl. n. 586 und Certain in BÉCh. 1853, 433 ff. Zur damaligen durch Richer v. Reims (Latouche II 106) bezeugten Anwesenheit Hugos von Franzien in Rom vgl. auch Swinarski, Herrschen mit Heiligen 420. Über die Unechtheit der Papsturkunde vgl. Ramackers und n. 143. Als Fälscher bezeichnet Rathsack, Fälschungen 325 f. Abbo von Fleury, was jedoch Mostert in MG. Schriften 33/IV, 308 f. zurückweist.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †587, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0981-03-00_7_0_2_5_0_620_F587
(Abgerufen am 31.03.2017).