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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VII.) gibt nach Frankreich bekannt (omnibus coepiscopis et omnibus principibus in parte Galliarum residentibus). daß auf Bitten des deswegen nach Rom gereisten Bischofs Elysiard von Paris (Parisiacae sedis) und auf Grund vorgewiesener königlicher und päpstlicher Diplome der Kathedrale von Paris (aecclesiae beatae Dei genetricis et virginis Mariae et sancti protomartyris Stephani prefati loci) genannte Besitzungen (in Paris) bestätigt wurden. Der Papst gestattet den Kanonikern den Tausch und Verkauf ihrer Häuser an andere (Pariser) Domherren sowie die freie Wahl der Pröpste und Dekane, erklärt die Besitzungen des Bistums und des Domkapitels in angegebenen Grenzen für abgabenfrei und immun von jeder weltlichen Gewalt und verleiht den päpstlichen Schutz (sub patrocinio et iurisdictione sancte Romanę matris ęcclesię). ‒ Convenit apostolico moderamini ... Dat. III. kal. Jan. pm. dom. Stephani ep. et bibl. SRE.

Überlieferung/Literatur

Org.: Perg. (590 × 683), Paris Arch. nat.: L 220 n. 5. Kop.: 1) 12. Jh., Paris Arch. nat.: LL 78 p. 23. 2‒3) 13. Jh., Paris Arch. nat.: LL 76 p. 551 u. LL 77 p. 5. Erw.: Obituarium eccl. Parisiensis (Guérard, Cartulaire IV 49 n. 110) u. Urk. Alexanders III. v. 1165 (JL. 11178). Drucke: G. Dubois, Historia ecclesiae Parisiensis I, (Paris 1690) 553; Gall. christ. VII Instr. 20; Migne. PL. 137, 341; Guérard, Cartulaire I 220; Lasteyrie, Cartulaire général de Paris I 89; Zimmermann, PUU. 532 n. † 271 (zu 981). Reg.: J. 2916; JL. 3809; Santifaller, LD. 318; Santifaller, Elenco 307; Martí Bonet, Reg. 401 n. 32. Lit.: L. Halphen, Paris sous les premiers Capétiens (Paris 1909) 108; Kaiser, Bischofsherrschaft 478; Lohrmann, Kirchengut 64.

Kommentar

Das angebliche Original ist in einer Minuskelschrift des 11. Jh. geschrieben. Die Intitulation steht gekürzt (Ben(edictus) ep. s(ervus) s(ervorum) D(e)i) auf Rasur und ist Nachtrag. Die Tinte ist hier sowie in der Datierung und im Bene valete heller als im Kontext. In der Plika finden sich drei Einschnitte, durch die eine Hanfschnur gezogen ist, die aber jüngeren Datums zu sein scheint. Auch die unvollständige Datierung und manche Eigentümlichkeiten des Formulars lassen die Fälschung erkennen. Der Text beruht größtenteils auf einer gemeinsamen Urkunde der französischen Könige Lothar und Ludwig V. (Halphen-Lot, Recueil 129 n. 56). Obige Datierung ergibt sich aus dem Regierungsbeginn des Bischofs Elysiard im Jahre 980 und dem letzten Dezembermonat im Pontifikat Benedikts VII. Wegen n. 575 ff. u. n. 582 wäre 980 vielleicht auszuschließen und am besten auf 981 (vgl. n. 603 a) zu datieren (vgl. Zimmermann, PUU. 532).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †581, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0980-12-30_1_0_2_5_0_613_F581
(Abgerufen am 29.05.2017).