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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Miro, Graf (von Besalú) und Bischof (von Gerona), unterstellt auf Rat der Kleriker von Gerona die von ihm gemeinsam mit der Gräfin Ermengard (von Cerdaña) und deren Sohn Bernhard (Tallaferro) begründete und dotierte Kollegiatkirche in Besalú (ecclesia sancti Genesii ac sancti Michaelis ... sita infra muros castri Bisulduni) (D. Gerona) dem Papst Benedikt (VII.) und der römischen Kirche mit einem Jahreszins von zwei Solidi.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Urk. Miros v. 977 IV. 12 (Monsalvatje, Noticias II 247). Reg.: Martí Bonet, Reg. 396 n. 24. Lit.: Monsalvatje Noticias II 78 f.; Kehr, PUU. in Spanien I 147 f.; Villada, Hist. de España III 324; Abadal, L'esperit de Cluny 39; Bauer, Vita canonica 58 f.; Engels, Episkopat und Kanonie 97; Bauer, Rechtsverhältnisse 51 ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Kehr 147 f. Gräfin Ermengard war die Schwägerin Miros, die Frau des Grafen Oliba Cabreta von Cerdaña. Bernhard, der Neffe Miros, ist der spätere Graf von Besalú. Die Gründung der Kollegiatkirche durch Miro und Bernhard wird auch in n. 1187 erwähnt. Die Unterstellung der Kirche unter den Papst zeugt von den Bemühungen des unter Johannes XIII. noch nicht anerkannten Bischofs (vgl. n. 479 u. n. 480), sich mit Rom ins Einvernehmen zu setzen und steht vielleicht mit dessen Anerkennung (n. 585) im Zusammenhang. Zum Sinn der Kommendation vgl. auch Hirsch in MÖIG. 54/1941, 412. Zur Zinspflicht vgl. Pfaff, Lib. censuum 337 n. 619. Über die Annahme der Tradition durch Benedikt VII. existieren keine Nachrichten.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 557, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0977-04-12_1_0_2_5_0_587_557
(Abgerufen am 18.01.2017).