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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst (Benedikt VII.) gewährt dem Veitskloster in (Mönchen-)Gladbach (D. Köln) auf Bitte seines Gründers, des Erzbischofs Gero von Köln, ein Privileg.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hist. fundationis monasterii s. Viti martyris in Gladbach 12 (Ropertz, Publikationen aus d. rhein. Gesch. 2/1877, 7). Reg.: Oediger, Reg. I 157 n. 513; GP. VII/1, 49 n. *117 u. 233 n. *1.

Kommentar

Eine Papsturkunde für Gladbach existiert nicht. Die zitierte Gründungsgeschichte aus dem Anfang des 12. Jh., die sich auf mündliche Tradition seit der Zeit des 1067 verstorbenen Abtes Heinrich beruft (vgl. dazu P. Classen, Archidiakonat Xanten, Germania sacra III 1/1, 1938, 398) und nicht überall zuverlässig ist, berichtet von der Privilegierung auch nur andeutungsweise: Gero ... monasterium ... munificentia regali et sedis apostolice privilegiis elaboravit insigniri. Da auch ein kaiserliches Privileg fehlt, ist der Bericht zweifelhaft. Die Privilegierung müßte zwischen der im Juli 974 erfolgten Gründung des Klosters und dem Tode Geros Ende Juni 976 erfolgt sein, also zur Zeit Benedikts VII. Vgl. über die Gründung Berg, Gero 64 ff.; E. Brasse, Die Gründung der Abtei Gladbach (Ann. d. hist. Ver. f. d. Niederrhein 93/1912, 140‒176); Classen 419 sowie E. Wisplinghoff, Zur Gründungsgeschichte der Abtei Gladbach (Mönchen-Gladbach. Aus Geschichte und Kultur einer rheinischen Stadt 1/1955, 14 ff.).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 534, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0974-06-00_1_0_2_5_0_564_534
(Abgerufen am 19.01.2017).