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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VI.) teilt allen Gläubigen mit (universis catholicę matris aecclesię filiis), daß er auf Bitten des Königs Lothar von Frankreich und dessen Frau Emma, die durch den Erzbischof Adalbero von Reims überbracht wurden, dem durch Bischof Amandus (von Maastricht) begründeten und durch den Markgrafen Arnulf (I. von Flandern) erneuerten Peterskloster in Gent (monasterium ... in honore sanctissimi Petri apostolorum principis 〈et cęlestium clavium presulis〉 atque beatissimi Pauli, 〈gentium doctoris simul et totius orbis,〉 ... Blandinium dictum, atque inter confluentiam duorum fluminum Scaldis et Legię situm) alle Besitzungen bestätigt und dem Abte 〈Wido〉 das Dispositionsrecht verliehen habe. ‒ Cum pię desiderium ... Scr. pm. Stephani not. et reg. et scrin. SRE. in men. Jan., ind. II. ‒ Dat. XIV. kal. Feb. pm. Vuidonis ep. et bibl. SSA.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 11. Jh., Gent Rijksarch.: Abtei St. Peter in Gent 2. Ser. n. 2bis fol. 45v. 2) 13. Jh., Gent Rijksarch.: Abtei St. Peter in Gent B 2955 p. 4. 3) 1460, Gent Rijksarch.: Abtei St. Peter in Gent B 2956 fol. 3. 4) 15. Jh., Brüssel Bibl. roy.: Ms. 16530-40 p. 36. 5) 17. Jh., Gent Rijksarch.: Abtei St. Peter in Gent S. 350 fol. 61. Drucke: Lokeren, Chartes de St-Pierre 52; Pirenne, Note sur un manuscrit 116; Zimmermann, PUU. 456 n. 229. Reg.: Wauters, Table I 404, VII/1, 100 u. XI/1, 39; JL. 3776; JL. † *3821; JL. II p. 707; Santifaller, LD. 317; Santifaller, Elenco 301. Lit.: Holder-Egger, Heiligengeschichten 629; Oppermann, Urkunden des Klosters Blandinium 145 ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Ramackers, PUU. in den Niederlanden 16, 38 u. 42 f. Daß die Urkunde zumindest verfälscht ist, hat Oppermann erwiesen. Er verweist bes. darauf, daß Abt Wido erst seit 981 im Amte war, was noch Pirenne veranlaßte, das Privileg Benedikt VII. zuzuschreiben und in die Jahre 981‒983 zu datieren. Als Vorurkunde dienten z. T. Diplome König Lothars (Halphen-Lot, Recueil 45 u. 58). Als Entstehungszeit der Verfälschung nimmt Oppermann wegen der Nichterwähnung der Benediktinerregel die Zeit von 1059 bis 1088 an.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 521, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0974-01-19_1_0_2_5_0_551_521
(Abgerufen am 03.12.2016).