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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VI.) befiehlt dem Bischof Milo von Verona und allen künftigen Veroneser Bischöfen (Miloni episcopo ... et omnibus successoribus, qui in ecclesia Veronesi post te ordinati fuerint), sich nicht in Besitzangelegenheiten (des Veroneser Klerus) inner- oder außerhalb der Stadt (Verona) einzumischen, sondern diesen gemäß päpstlichen, kaiserlichen und königlichen Verfügungen in seinen Besitzrechten nicht zu stören, (dem Archidiakon und dem Archipresbyter (von Verona) die mit Konsens des Kapitels (cum communi fratrum laudatione) vorzunehmende Investitur mit Kirchengütern zu überlassen), und keineswegs Archipresbyter und Archidiakone aus anderen Diözesen einzusetzen, wenn sich geeignete Kandidaten in der eigenen finden; befiehlt weiters die Vernichtung aller dieser Verfügung widersprechenden Urkunden. ‒ Quia ad hoc in regiminis ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 12. Jh., Verona Arch. cap.: Cod. III 1 fol. 4r. 2) 17. Jh., Verona Bibl. cap.: Cod. DCCLXXXVI fol. 79v. Drucke: Ughelli, Italia 1V 670, 2V 751; P. u. G. Ballerini, De privilegiis et exemptione capituli cathedralis Veronensis dissertatio (Venedig 1753) 58; Zimmermann, PUU. 433 n. 221. Reg.: Cipolla, Fonti 164; Pflugk-Harttung, Iter 184 n. 88; JL. 3772; IP. VII/1, 222 n. 17 u. 233 n. 3. Lit.: Kortüm, UrkSprache 194 ff.

Kommentar

Zur weiteren handschriftlichen und gedruckten Überlieferung vgl. IP. VII/1, 233 n. 3. Das undatierte Mandat wird in jüngeren Kopien dem Papste Johannes (XIII.) als ein an Bischof Rather von Verona adressiertes Schreiben zugewiesen, was jüngst auch Kortüm für wahrscheinlicher hält und das wohl in Verona vorstilisierte Mandat zu n. 439 datiert. In manchen Drucken und Regestenwerken erscheinen auch die Päpste Benedikt VII. oder VIII. als Urheber. Wegen der Regierungszeit des Bischofs Milo, der in Verona bis 980 regierte, käme freilich nur Benedikt VI. oder Benedikt VII. in Frage, doch ist wohl eher an den ersteren zu denken, da sich der Veroneser Klerus vermutlich gleich von dem Nachfolger Johannes' XIII. eine Bestätigung von dessen Verfügung n. 439 erbeten haben dürfte. Dieses Mandat Johannes' XIII. wird auch mit den im Schreiben Benedikts an Milo erwähnten päpstlichen Verfügungen gemeint sein. Zu Bischof Milo vgl. auch n. 225, n. 237 und Schwartz, Besetzung 63. Der Satz über die Investiturrechte des Archidiakons bzw. Archipresbyters von Verona ist laut Klinkenborg in GGN. 1897, 256 als Interpolation zu streichen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 509, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0973-00-00_3_0_2_5_0_539_509
(Abgerufen am 25.03.2017).