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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Benedikt (VI.) verpachtet die Städte und Grafschaften Sovana und Roselle (Suanensem ... et ... Rosellensem) samt allen Pertinenzen gegen einen Zins von je 60 Solidi.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Deusdedit, Coll. canonum III 193 (Wolf v. Glanvell 357) und Cencius, Liber censuum 71/11 (Fabre-Duchesne I 348), Reg.: IP. III 255 n. *2 u. 262 n. *1; Ciacci, Gli Aldobrandeschi II 35 n. 103. Lit.: Hamel, Territorialgeschichte 33; Ciacci, Gli Aldobrandeschi 135 ff.

Kommentar

Außer bei Deusdedit und Cencius wird die Verpachtung auch in den Digesten des Albinus X 30 erwähnt; vgl. den Text bei Ciacci I 35. Die Pachturkunden sind verloren. Die genannten Autoren bezogen ihre Kenntnis über das Ereignis aus einem tomo carticio, qui est in cartulario iuxta Palladium, der heute ebenfalls nicht mehr existiert. Kehr vermutet, daß die Pächter Angehörige der Familie Aldobrandeschi waren, die bereits im 9. Jh. in diesen Gebieten als kaiserliche Lehensträger erscheinen. Er konnte sich aber nicht entscheiden, welcher Papst die Verpachtung durchführte. Hamel verwies auf Benedikt VII.; C. Cenni, Monumenta dominationis pontificiae, II (Rom 1761) 128 dachte gar an Benedikt VIII., während Ciacci eine Verpachtung durch Benedikt VI. wahrscheinlich machen kann. Seiner Ansicht nach handelte der Papst als Verwandter der Aldobrandeschi (vgl. n. 507) und der Pächter wäre Graf Hildebrand III. oder eher dessen Sohn Rudolf I., da Hildebrand schon im April 973 tot ist (vgl. Ciacci II 34 n. 102).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 508, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0973-00-00_1_0_2_5_0_537_508
(Abgerufen am 28.06.2017).