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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) schenkt dem von ihm auch wegen seiner Bemühungen um das Zustandekommen der Ehe zwischen Kaiser Otto (II.) und der byzantinischen Prinzessin Theophanu sehr geschätzten Bischof Dietrich (I.) von Metz Teile vom Rost des Märtyrers Laurentius.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Sigebert v. Gembloux, Vita Deoderici 14 u. 16 (MGSS. IV 470 u. 476); Sigebert v. Gembloux, Chr. 970 (MGSS. VI 351); Ann. Saxo 969 (MGSS. VI 623); Helinand v. Froidmont, Chr. 46 (Migne, PL. 212, 908). Reg.:Lit.: Dümmler, Otto der Große 483; Beissel, Verehrung der Heiligen 86; Duprè-Theseider, La grande rapina 429; Tüchle, Romfahrten 108.

Kommentar

Der Zeitpunkt der Schenkung ergibt sich, obwohl sie in den Quellen auch unter den Jahren 969 und 970 datiert wird, aus der Vita Deoderici 16 (MGSS. IV 476), wonach die Übergabe der Reliquie als letzter Gnadenerweis des Papstes an den nach den Hochzeitsfeierlichkeiten (vgl. n. 492) schon zur Abreise aus Rom (vgl. Böhmer-Ottenthal n. 539 a) bereiten Bischof erfolgte: Cum iam Roma regiis nubciis ... peractis reditum in patriam disponeremus, ultimo beneficio ... venerabilem praesulem domnus papa de quattuor portionibus craticulae sancti Laurentii locupletissime cumulavit. Daß Dietrich, der Theophanu aus Benevent eingeholt hatte (vgl. Böhmer-Ottenthal n. 536 b), deswegen vom Papste bes. geehrt wurde, erfährt man aus der Vita Deoderici 14 (MGSS. IV 470): Deodericus ... apud imperatores et domum apostolicum nulli inferiorem gradum tenebat.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 502, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0972-05-00_2_0_2_5_0_530_502
(Abgerufen am 06.12.2016).