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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes XIII. teilt der Kaiserin Theophanu mit (Hepephanię serenissimę augustę imperatrici), daß wunschgemäß das von ihr erneuerte Nonnenkloster San Martino bei Pavia (monasterium Dei et beate Marię sanctique Martini situm non longe a Ticinensi civitate prope portam, que dicitur Aureliana atque Palatina) unter der Äbtissin Adelheid samt allen seinen Pertinenzen in den päpstlichen Schutz (sub patrocinio et tuicione sanctę Romanę et apostolicę matris ęcclesię) genommen wurde. Der Papst bestätigt alle Besitzungen des Klosters und erläßt Alienations- und Perturbationsverbot, er gewährt das Recht der freien Wahl der Äbtissin und jener Kleriker, die im Kloster und dessen Kirchen Dienst tun sollen, sowie das Recht, taxfreie Weihen von jedem beliebigen Bischof zu erbitten. ‒ Quoniam concedenda sunt ... Scr. pm. Stephani scrin. SRE. in men. Apr., ind. XII. ‒ Dat. Lateranis XII. kal. Mai. pm. Widonis ep. et bibl. SSA. a. pont. dom. nostri Johannis ss. hac religiosissimi XIII. pp. VII., imp. vero dom. Ottonis maioris XI., iunioris autem V., in men. et ind. suprascr.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 11. Jh., Mailand Arch. di stato: Mus. dipl., Cart. VIII n. 247 1/2. 2) 18. Jh., Bergamo Bibl. civ.: A 6.1 (2). Drucke: Cod. dipl. Langobardorum 1275; Zimmermann, PUU. 421 n. 215. Reg.: J. 2881; Cod. dipl. Langobardorum 1782; JL. 3760; IP. VI/1, 221 n. 1; Santifaller, LD. 316; Santifaller, Elenco 299. Lit.: Lanzani, Le concessioni immunitarie 49 f.; Capitani, Chiese e monasteri pavesi 126 f.; Kortüm, UrkSprache 192 ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. IP. VI/1, 221 n. 1. Die älteste Kopie wurde fälschlich für ein Original gehalten, die Kopie des 18. Jh. stellt eine Nachzeichnung dar. Die Echtheit der Urkunde wurde bezweifelt, vor allem wohl deswegen, weil Kaiserin Theophanu so kurz nach ihrer Ankunft in Italien kaum viel für das im 9. Jh. begründete und angeblich von ihr erneuerte Kloster getan haben kann; vgl. Dümmler, Otto der Große 485 Anm. 2 und Cod. dipl. Langobardorum 1277 Anm. 1. Kehr in EP. hält an der Echtheit fest. Nur in der Datierung ist die Indiktion in XV. zu verbessern.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 494, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0972-04-20_1_0_2_5_0_522_494
(Abgerufen am 28.07.2017).