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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes XIII. krönt im Petersdom die byzantinische Prinzessin Theophanu und vermählt sie mit Kaiser Otto II.

Überlieferung/Literatur

Erw.: MG. DO. II n. 21; Ann. Altahenses 972 (Oefele, SS. rer. G. 4/1891, 11); Ann. Lobienses 972 (MGSS. XIII 234); Sigebert v. Gembloux, Chr. 972 (MGSS. VI 351); Helinand v. Froidmont, Chr. (Migne, PL. 212, 908); Balduin v. Ninove, Chr. (Coll. belg. III/2, 677). Reg.: JL. I p. 477; Böhmer-Ottenthal n. 536 b; Böhmer-Mikoletzky n. 597 e. Lit.: Dümmler, Otto der Große 481; Uhlirz, Jahrbücher Otto II. 25; Holtzmann, Kaiserzeit 221; Zimmermann, Dunkle Jh. 174; N. Gussone, Trauung und Krönung (in: Ksin. Theophanu, Gedenkschrift Köln 1991, I 161‒173).

Kommentar

Die am Hochzeitstag ausgestellte zitierte Kaiserurkunde (vgl. auch Böhmer-Mikoletzky n. 598) erwähnt die Einsegnung der Ehe durch den Papst: Johannis sanctissimi et universalis papae XIII. benedictione. Der Urkunde folgend datieren die Ann. Altahenses: XVIII. kal. Mai. Romam die dominica I.post resurrectionem Domini. Die Ortsangabe findet sich bei Benedikt v. Soratte (Zucchetti, FSI. 55/1920, 183): in ecclesia apostolorum principi. Die Krönung Theophanus durch den Papst melden erstmalig die Ann. Lobienses (ab apostolico Johanne coronata), denen spätere Quellen folgen. Über weitere Quellen, die aber den Papst nicht erwähnen, vgl. Böhmer-Mikoletzky n. 597 e. In spätmittelalterlichen Quellen kommen häufig Verwechslungen vor. So wird die Krönung auch Leo VIII. und Benedikt VII. zugeschrieben und auch von einer neuerlichen Krönung Ottos II. (vgl. n. 433) gesprochen. Über die Herkunft der Theophanu vgl. zuletzt die z. T. kontroversen Meinungen von F. Dölger, Wer war Theophanu? (Byz. Zs. 43/1950, 338 f.), M. Uhlirz, Studien über Theophanu (DA. 6/1943, 442 f.), weiters G. Wolf in Byz. Zs. 81/1988, 272 ff. und O. Kresten in Ksin. Theophanu, Gedenkschrift Köln 1991, II 403 ff. Über die Bedeutung des Ereignisses vgl. auch Ohnsorge, Konstantinopel 202 f. und Ost-Rom und der Westen 128 ff. Über die noch im Original bzw. in Prunkformung erhaltene Heiratsurkunde der Theophanu vgl. zuletzt W. Georgi in: Ksin. Theophanu, Gedenkschrift Köln (1991), I 135 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 492, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0972-04-14_1_0_2_5_0_520_492
(Abgerufen am 18.01.2017).