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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Bischof Dietrich (I.) von Metz unterstellt das von ihm begründete Vinzenzkloster bei Metz dem päpstlichen Schutz und erbittet von Papst Johannes (XIII.) ein Privileg über die Klosterimmunität. Der deswegen von ihm nach Rom entsandte Diakon Rothard erhält vom Papst nicht nur das erbetene Privileg (n. 469), sondern transportiert auch mit päpstlicher Erlaubnis aus Rom den seinerzeit (n. 461) dem Bischof geschenkten Teil der Petersketten ab. Weiters übersendet der Papst auf Bitten Dietrichs für den Abt des Vinzenzklosters Dalmatika und Sandalen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 469; Alpen v. Metz, Libellus de ep. Mettensibus (MGSS. IV 699 f.); Sigebert v. Gembloux, Vita Deoderici 14 u. 16 (MGSS. IV 470 u. 471 f.). Reg.:Lit.: Duprè-Theseider, La grande rapina 427.

Kommentar

Im Unterschied zum Bericht Sigeberts (MGSS. IV 470: immunitatem ipsius loci a sedis apostolicae praesuli Johanne impetravit et locum illum et omnia, quae ei contulerat, sub apostolicae tuicionis sera commendavit) geht aus n. 469 nicht hervor, daß das Vinzenzkloster dem Papstschutz kommendiert und mit Immunität ausgestattet wurde. Die Gründung des Vinzenzklosters fällt ins Jahr 968. Im Sep. 970 befand sich Dietrich im Gefolge Kaiser Ottos des Großen in der Gegend von Aquila; vgl. Böhmer-Ottenthal n. 525 b. Alpert behauptet dagegen, daß das Privileg in Anwesenheit Dietrichs und des Kaisers Otto II. in Rom ausgestellt wurde, was offensichtlich auf Verwechslung mit n. 592 beruht. Über die Schenkung der Petersketten, die Rothard damals domno papa concedente (MGSS. IV 475) aus San Pietro in Vincoli einholte, vgl. n. 461. Über die dem Abt zugestandenen Pontifikalien vgl. auch Salmon, Étude 52.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 468, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0970-09-00_1_0_2_5_0_496_468
(Abgerufen am 20.01.2017).