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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) teilt dem Erzbischof Iterius von Arles und dem Episkopat Galliens und der Provence (Iterio condigno fratri Arelatensis aecclesiae metropoli pariterque archipręsuli ... at vero Galliarum pręcipue Proventiarum episcopis cunctis) sein Bedauern über die Bedrängnisse des Erzbischofs von Arles mit, der Primas (Galliens) sei und den zweiten Rang nach Rom habe; verleiht diesem neuerlich die Exkommunikationsgewalt über alle seine Widersacher; ermahnt auch die Erzbischöfe und Bischöfe, ebenfalls zugunsten von Arles mit der Strafe der Exkommunikation vorzugehen; teilt hierzu den Text des päpstlichen Bannfluches mit und gibt den Auftrag, diesen zu bestätigen. ‒ Scitote vos rectores ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 12. Jh., Arles Bibl. mun.: Ms. 1242 fol. 2v. Drucke: H. Bouche, La Chronographie ou description de Provence et l'histoire chronologique du même pays, II (Aix 1664) 36; Migne, PL. 135, 998; Gall. christ. nov. I, Instr. 533 u. III 117; Manteyer, Chartes 63; Zimmermann, PUU. 400 n. † 203. Reg.: J. CCCLXXI; JL. † 3743; Gall. christ. nov. 143, 332, 685, II 48, VI 26 n. 43 u. VII 25 n. 85; Chevalier, Reg. 1221 n. 1315. Lit.: Gundlach, Arles und Vienne 20 u. 208; E. Camau, La Provence à travers les siècles (Paris 1920) 385; Schröder, Synoden 308 f.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. auch Wiederhold, PUU. in Frankreich IV 46. Neben dem Erzbischof Iterius erscheinen in der Adresse der Papstenzyklika noch die Erzbischöfe Theobald von Vienne, Aimerich von Narbonne und Silvester von Aix sowie die Bischöfe Landerich (von Avignon), Theoderich (von Cavaillon), Airard (von Carpentras), Honorat (von Marseille), Pontius (von Orange) und Humbert (von Vaison) als Empfänger. An den eigentlichen Text schließt sich eine längere Verfluchungsformel an, die mit den Worten Auctoritate sanctę et ineffabilis Trinitatis beginnt. Daß das Mandat eine Fälschung ist, ergibt sich aus seinem Inhalt und Formular. Am Anfang steht die ungewöhnliche Intitulation Joannes episcopus servus servorum Dei divinę piętatis nutu sedis apostolicae humilis papa. Die Fälschung entsprang wohl dem Wunsch, den alten Primatialrechten von Arles erneut Geltung zu verschaffen. Die Ausstellung des undatierten Mandates könnte gemäß der Regierungszeit der Empfänger fast in den ganzen Pontifikat Johannes' XIII. fallen. Löwenfeld datiert auf ca. 970.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †465, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0970-00-00_2_0_2_5_0_492_F465
(Abgerufen am 21.01.2017).