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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) überträgt dem Abt Petrus von Santa Maria in Montelabbate (Petro religioso presbitero et abbati ex nostra apostolica auctoritate venerabilis monasterii sancte Dei genitricis semperque virginis Marię domine nostrę, quod ponitur in comitatu Perusię loco qui vocatur Corbiniano) (D. Perugia) sowie dessen beiden Nachfolgern wunschgemäß den Besitz des von Petrus wiederhergestellten und der römischen Jurisdiktion unterstehenden (sub iuris sancte Romane ecclesie) Benediktinerklosters samt allen seinen Pertinenzen, verpflichtet die Mönche zu jährlich hundert Messen für das päpstliche Seelenheil, erläßt Alienationsverbot, bedroht Rechtsverletzung mit dem Anathem und bestimmt, daß das Kloster samt allen seinen Besitzungen nach dem Tode des dritten Abtes wieder an die römische Kirche fallen solle. ‒ Ad laudem respicit ... Scr. pm. Leonis scrin. [SRE. in men. Nov.] ac ind. XIII. ‒ Dat. XI. kal. Dec. pm. Vidonis ep. et bibl.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 1787, Perugia Bibl. com.: Ms. 1486 fol. 7. 2) 1798, Perugia Arch. di stato: Fondo S. Maria di Valdiponte Misc. 57 fol. 19. Druck: Kehr in GGN. 1898, 371; V. de Donato, Le più antiche carte dell'abbazia di S. Maria Val di Ponte (Montelabbate) (Regesta chartarum Italiae 35/1962, 1); Zimmermann, PUU. 396 n. 200. Reg.: JL. *3595; IP. IV 76 n. 1; Santifaller, LD. 316; Santifaller, Elenco 298. Lit.: Cencetti, San Pietro di Perugia 52 ff.; Kortüm, UrkSprache 228 ff.

Kommentar

Beide zitierten Kopien, die auf einer alten, heute verlorenen Abschrift im Archiv von Montelabbate beruhen, sind nur lückenhaft und fragmentarisch. Von den Kopisten und späteren Bearbeitern wurde die Urkunde irrig auch den Päpsten Johannes XI. und Johannes XIX. zugeschrieben, jedoch ergibt sich die richtige Datierung in den Pontifikat Johannes' XIII. schon aus den Namen der bei der Beurkundung mitwirkenden Personen, des Skriniars und des Datars, sowie aus dem angegebenen Indiktionsjahr. Über das Kloster vgl. IP. IV 76. Cencetti hat freilich die Ausstellung für Montelabbate bezweifelt und das Peruginer Peterskloster (vgl. IP. IV 65 ff.) und dessen Abt Petrus (gest. ca. 1022) (vgl. Leccisotti-Tabarelli, Le carte I 2 f.) (vgl. auch n. 983 u. n. 1256) als Empfänger postuliert, entgegen dem Zeugnis der Überlieferung. Kortüm rechnet mit Empfängereinfluß auf die Stilisierung der Urkunde.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 463, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0969-11-21_1_0_2_5_0_489_463
(Abgerufen am 29.03.2017).