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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) bestätigt dem Erzbischof Petrus (IV.) von Ravenna, daß die in verschiedenen Orten, besonders in Corlo und Tamara (Curolo et Tammara) (bei Ferrara), siedelnden Arimannen seiner Jurisdiktion unterstehen und ihm dienstpflichtig seien.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Placitum v. 970 (Manaresi, FSI. 96/1957, 98). Reg.: J. *2688; JL. *3740; IP V 51 n. *162.

Kommentar

Das Papstprivileg ist heute verloren, wird aber außer in dem zitierten Placitum auch in MG. DO. III n. 330 u. n. 341 (Böhmer-Uhlirz n. 1328 u. 1338) sowie in MG. DH. II n. 290bis (Böhmer-Graff n. 1810) erwähnt. Dem Erzbischof Petrus diente es nebst anderen damals vorgelegten Papsturkunden (n. 166, n. 220, n. 256 u. n. 335) als Beleg für die Besitzrechte seiner Kirche auf die genannten und andere (vgl. n. 166) Arimannensiedlungen, die damals zwischen Ravenna und der Grafschaft Ferrara strittig waren. Da Papst Johannes XIII. im April 967 gemeinsam mit Kaiser Otto dem Großen gerichtliche Angelegenheiten des Erzbischofs Petrus zu erledigen hatte (vgl. n. 416), wird man vermuten können, daß damals auch ein päpstliches Privileg über die Besitzungen des Erzbistums ausgefertigt wurde. Ob dieses sich jedoch nur auf die Arimannensiedlungen oder auf sämtliche Rechte und Besitzungen Ravennas bezog, läßt sich aus den zitierten Kaiserdiplomen nicht entnehmen. In n. 830 wird ebenfalls allgemein auf frühere Papstprivilegien für Ravenna verwiesen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 417, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0967-04-00_1_0_2_5_0_442_417
(Abgerufen am 17.01.2017).