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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) weiht den rechtmäßig erwählten Bischof Martin (II.) von Ferrara.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 415. Reg.:Lit.: Schwartz, Besetzung 172; Vehse, Ferrareser Fälschungen 56 f.

Kommentar

In n. 415 heißt es, daß der Papst post iustam et legalem electionem et consecrationem Martini episcopi Ferrariensis in sancta Romana ecclesia a nobis factam nach Ravenna gereist sei (vgl. auch n. 411), wo dann Martin eine päpstliche Besitzbestätigung für sein Bistum erhielt; vgl. n. 415. Die Weihe muß demnach spätestens Anfang März 967 erfolgt sein oder noch vor n. 408, wenn dort der vom Papst geweihte Bischof Martin von Ferrara gemeint ist. Ein Bischof Martin ist allerdings schon seit 955 in Ferrara bezeugt, aus welcher Tatsache man auf die Unechtheit der Papsturkunde n. 415 geschlossen hat. Bei der auch von Kehr vertretenen Annahme der Echtheit bleibt nur die Möglichkeit, zwischen einem bis 966 regierenden Bischof Martin II. und dessen von Johannes XIII. in Rom geweihten Nachfolger Martin III. zu unterscheiden. Vehse 63 hält dagegen den Passus über die Weihe Martins in der Urkunde n. 415 für eine Interpolation aus dem Anfang des 12. Jh.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †407, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0967-01-00_3_0_2_5_0_432_F407
(Abgerufen am 23.07.2017).