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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) weiht den von den Mönchen erwählten Johannes (III.) zum Abt von Farfa.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hugo v. Farfa, Destructio (Balzani, FSI. 33/1903, 45). Reg.:Lit.: Schuster, Farfa 104; Vehse, Sabina 137.

Kommentar

Im Jahre 971 berief sich Abt Johannes vor einem in Ravenna tagenden kaiserlichen Gericht, daß er seine Würde summi benedictione pontificis innehabe; vgl. Manaresi, FSI. 96/1957, 116. Urkundlich nachweisbar ist er erstmals am 10. Jan. 967 durch ein Diplom Ottos I. (Böhmer-Ottenthal n. 440). Von der Weihe berichtet Hugo ... papa ... consecravit ibi Johannem abbatem. Man kann annehmen, daß dies bei einem Aufenthalt des Papstes in Farfa erfolgte, der wohl am ehesten in die Zeit knapp vor dessen Rückkehr aus dem Exil nach Rom anzusetzen ist. In dieser Zeit ist zumindest ein Aufenthalt des Papstes in der Sabina bezeugt; vgl. n. 394. Zum Jahre 966 verzeichnen auch die Ann. Farfenses (MGSS. XI 588) einen Abt Johannes, doch folgt zum Jahre 967 die Bemerkung: Hodelricus recessit, Johannes abbas fit. Balzani 45 Anm. 1 möchte daraus schließen, daß sich Johannes III. nicht sogleich in Farfa durchsetzen konnte und ihm bis 967 ein während des päpstlichen Exils erhobener Abt Hodelricus entgegenstand. Mit der Einsetzung Johannes' III. wurde die Unterstellung des Klosters Farfa unter Abt Leo von St. Andrea aufgehoben und das dreijährige Interregnum in Farfa beendet (vgl. n. 387).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 395, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0966-10-00_1_0_2_5_0_420_395
(Abgerufen am 22.05.2017).