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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XIII.) setzt den Abt Hubert von Farfa (D. Sabina) ab und überträgt das Kloster als Kommende dem Abt Leo von Sant'Andrea al Fiume (bei Ponzano).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hugo v. Farfa, Destructio (Balzani, FSI. 33/1903, 44). Reg.:Lit.: Schuster, Farfa 103; Vehse, Sabina 137; Kölmel. Kirchenstaat 36.

Kommentar

Abt Hubert von Farfa, den Hugo als clericus canonicus bezeichnet, war der Bruder des Herzogs Theobald II. von Spoleto, der auch als Rektor der Sabina vorstand (vgl. n. 262), und wurde von diesem nach dem Tode des vom römischen Fürsten Alberich bestellten Abtes Adam (vgl. n. 262) um das Jahr 963 eingesetzt. Durch die Kommendation Farfas an das Andreaskloster (vgl. über dieses Silvestrelli, Città, castelli e terre 519 u. 417) sollte die Eigenmächtigkeit des Rektors aufgehoben werden. Die Maßnahme des Papstes, den Hugo Narnensis nennt, so daß die Identifizierung mit Johannes XIII. (vgl. n. 386) ohne Zweifel ist, muß eine der ersten Regierungshandlungen des Papstes gewesen sein, denn schon 967 begegnet in Farfa Abt Johannes III. (vgl. n. 395), und Hugo stellt fest, daß sein Kloster damals tribus annis absque abbate proprio gewesen sei. Vgl. weiters über Leo und über dessen Ernennung Benedikt v. Soratte, Chr. (Zucchetti, FSI. 55/1920, 168 f.) mit falscher Einordnung in die Regierung des Fürsten Alberich II.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 387, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0965-00-00_1_0_2_5_0_411_387
(Abgerufen am 23.05.2017).