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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes XII. wird vom Schlage getroffen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Liudprand v. Cremona, Hist. Ottonis 20 (Becker, SS. rer. G. 41/1915, 173); Sigebert v. Gembloux, Chr. (MGSS. VI 350); Sigebert v. Gembloux, Tractatus de investitura (Krimm-Beumann, DA. 33/1977, 82); Alberich v. Troisfontaines, Chr. (MGSS. XXIII 769). Reg.: JL. I p. 467.

Kommentar

Der grundlegende Bericht von Liudprand über das zum plötzlichen Tod des Papstes (n. 355) führende Ereignis (quadam nocte extra Romam, dum se cum viri cuiusdam uxore oblectaret, in timporibus adeo a diabolo percussus) wird von den genannten und einer Anzahl späterer Quellen übernommen. Schon R. Koepke, De vita et scriptis Liudprandi (1842) 27 n. 3 vermutete einen Schlaganfall, während Gregorovius, Gesch. I 626 im Anschluß an Liudprands Bericht auch eine tödliche Verwundung durch den betrogenen Ehemann in Erwägung zieht. Die Datierung ergibt sich aus der Nachricht Liudprands, daß der Tod infra dierum octo spatium eingetreten sei. Als Ort ist gemäß n. 353 die römische Campagna anzunehmen.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 354, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0964-05-07_1_0_2_5_0_378_354
(Abgerufen am 17.01.2017).