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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Kaiser Otto (I.) und der in Rom (zur Synode) versammelte italische und deutsche Episkopat teilen dem Papst Johannes (XII.) brieflich die gegen ihn erhobenen Anschuldigungen mit, ersuchen ihn gleichzeitig, zu deren Widerlegung nach Rom zurückzukehren, und sichern ihm eidlich die kanonische Behandlung der Angelegenheit zu.

Überlieferung/Literatur

Insert: Liudprand v. Cremona, Hist. Ottonis 12 (Becker, SS. rer. G. 41/1915,168f.). Reg.: Böhmer-Ottenthal n. 349. Lit.: Dümmler, Otto der Große 351 f.; Hefele-Leclercq, Hist. des conc. IV 807; Zimmermann, Papstabsetzungen 86.

Kommentar

Das Schreiben datiert VIII. id. Nov.; über seine stilistische Fassung, die wohl auf Liudprand zurückgeht, vgl. Ottenthal in MIÖG. Erg.Bd. 4/1893, 66. Editionen des Schreibens finden sich nach Liudprand in Publikationen von Konzilsakten; vgl. etwa Labbe-Cossart, Conc. IX 650; Mansi, Coll XVIII 467 und MG. LL. II 30. Vgl. weiters die Erwähnung in n. 326 und allgemein über die Ladungen n. 323. Ganahl, Studien 19 f. sieht in dem Schreiben eine Einladung, Hauck, Kirchengesch. III 231 eine „inständige Bitte”. Über den Erfolg vgl. n. 323. Als Absender erscheinen neben dem Kaiser die Erzbischöfe und Bischöfe Liguriae, Tusciae, Saxoniae, Franciae. Von den n. 321 geäußerten Anklagen werden dem Papst mitgeteilt: Homicidium, Periurium, Sacrilegium, Incestum, Teufelsminnetrank und Anrufung von Götzen beim Würfelspiel. Zur Berufung auf das kanonische Recht vgl. Hehl, Der wohlberatene Papst 258.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 322, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0963-11-06_2_0_2_5_0_346_322
(Abgerufen am 21.07.2018).