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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XII.) teilt nach Erhalt und Lektüre des synodalen Ladungsschreibens (n. 322) allen (am Konzil versammelten) Bischöfen brieflich mit, daß er von ihrer Absicht gehört habe, einen anderen Papst zu wählen, und bedroht sie deswegen mit Exkommunikation samt Entzug der Weihegewalt und des Zelebrationsrechtes.

Überlieferung/Literatur

Insert: Liudprand v. Cremona, Hist. Ottonis 13 (Becker, SS. rer. G. 41/1915, 169). Druck: Zimmermann, PUU. 293 n. 158. Reg.: J. 2838; JL. 3697; Böhmer-Ottenthal n. 349 a. Lit.: Dümmler, Otto der Große 352; Hefele-Leclercq, Hist. des conc. IV 807 f.; Zimmermann, Papstabsetzungen 86 f.; Hehl, Der wohlberatene Papst 258; Vacca, Prima sedes 147.

Kommentar

Das von Liudprand mitgeteilte, apologeticum genannte Papstschreiben ist wohl nur ein Auszug, der von Liudprand seinen publizistischen Zwecken gemäß auch stilistisch verändert worden sein dürfte. Es wendet sich an alle Bischöfe (omnibus episcopis), worunter wohl die Absender von n. 322 zu verstehen sind, und lautet: Nos audivimus dicere, quia vos vultis alium papam facere; si hoc facitis, excommunico vos da Deum omnipotentem, ut non habeatis licentiam nullum ordinare et missam celebrare. Über die Italianismen vgl. F. Novati, L'influsso del pensiero latino sopra la civiltà italiana del medio evo (Mailand 1899) 48. Editionen des Papstschreibens nach Liudprand finden sich abgesehen von Zimmermann, PUU. 293 in Publikationen von Konzilsakten; vgl. etwa Labbe-Cossart, Conc. IX 650; Mansi, Coll. XVIII 467 und MG. LL. II 30. Über die Beantwortung vgl. n. 325. Das Datum ergibt sich aus den Datierungen von n. 322 und n. 325.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 324, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0963-11-00_2_0_2_5_0_348_324
(Abgerufen am 23.01.2017).