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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XII.) sendet zum (italischen) König Adalbert, der ihn mehrmals um Hilfe gebeten und endlich durch Versprechungen für sich gewonnen hat, lädt ihn nach Rom ein und sichert ihm eidlich seine Unterstützung gegen den Kaiser (Otto I.) zu.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Liudprand v. Cremona, Hist. Ottonis 4 (Becker, SS. rer. G. 41/1915, 160 f.); Cont. Reginonis 963 (Kurze, SS. rer. G. 50/1890, 172); Sigebert v. Gembloux, Chr. (MGSS. VI 350); Ann. Saxo 963 (MGSS. VI 617); Ann. Magdeburgenses 963 (MGSS. XVI 147); Otto v. Freising, Chr. VI 23 (Hofmeister, SS. rer. G. 45/1912, 286); Gottfried v. Viterbo, Pantheon (MGSS. XXII 234); Ann. s. Trudperti 963 (MGSS. XVII 288); Helinand v. Froidmont, Chr. (Migne, PL. 212, 897); Alberich v. Troisfontaines, Chr. (MGSS. XXIII 768); Chr. univ. Mettensis (MGSS. XXIV 510); Sicard v. Cremona, Chr. (MGSS. XXXI 158). Reg.: Böhmer-Ottenthal n. 340 a; Graf, Widerstände 11 n. 13. Lit.: Dümmler, Otto der Große 344; Graf, Widerstände 53; Fasoli, I re d'Italia 198; Lintzel, Schriften II 366; Zimmermann, Papstabsetzungen 81; Zimmermann, Dunkle Jh.146.

Kommentar

Vom Hilfsgesuch Adalberts weiß nur die Cont.: Romanum etiam pontificem multipliciter in suum adiutorium sollicitavit. Otto v. Freising und die von ihm abhängigen Quellen berichten gleichzeitig vom Erfolg der königlichen Bemühungen (eum in sui partem inclinavit), und Gottfried weiß, daß dies multis promissionibus gelang. Laut Liudprand handelte dagegen der Papst aus eigener Initiative: papa Johannes iuramenti et promissionis oblitus, quam sancto fecerat imperatori, ob Adelbertum, ut se adeat, mittit, iuramento ei adfirmans se illum contra sanctissimi imperatoris potentiam adiuturum. Laut der Cont. weilte Adalbert damals in Korsika, laut Liudprand, der auch in tendenziöser Absicht das Zusammengehen des Königs mit den Sarazenen betont, in Garde-Freinet; vgl. dazu auch Luppi, Saraceni 149 f. Über den Unterschied dieser beiden Hauptquellen vgl. auch Ottenthal in MIÖG. Erg.Bd. 4/1893. 59. Vgl. weiters die bei Graf 11 f. angegebene Literatur. Die Datierung ergibt sich einerseits aus der Einordnung der Ereignisse ins Jahr 963 durch die Cont., anderseits aus n. 313.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 312, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0963-00-00_1_0_2_5_0_336_312
(Abgerufen am 21.02.2018).