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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Kaiser Otto I. bestätigt Johannes und Ludwig Conti (de Comitibus) die durch Kaiser Ludwig II. erfolgte Schenkung genannter Grafschaften und schenkt ihnen und ihren Erben weiters mit Zustimmung des Papstes Agapit II. (assentiente etiam domino papa Agapeto II.) genannte Städte im Gebiete der Herniker samt allen Pertinenzen und Rechten und bedroht Besitzstörung und Rechtsverletzung mit einer Strafe von 150 Goldpfund. ‒ Quoniam imperialis maiestas ... Acta sunt hec a. dom. incarn. 962, ind. V., reg. dom. Othone I. Romanorum imp. glorioso, regni et imp. sui a. XXVI., dat. apud Viterbium IV. id. Nov.

Überlieferung/Literatur

Kop.: 16. Jh., Rom Arch. Vat.: Cod. Vat. lat. 4911 p. 130. Reg.: Riegl in MIÖG. 15/1894, 228 n. 15; Böhmer-Ottenthal n. 332. Lit.: Riegl, Alfonso Ceccarelli 210 u. 222 ff.

Kommentar

Das bisher noch nie gedruckte Diplom Kaiser Ottos ist, wie A. Fanta und Riegl bewiesen haben, eine plumpe Fälschung des 1583 als Betrüger hingerichteten Arztes Ceccarelli (vgl. über ihn Riegl 193 ff.), von dem auch das Falsifikat n. 310 stammt. Der Konsens des Papstes Agapit II., der 962 schon lange tot war, ist ebenfalls reine Erfindung des Fälschers. Die angeblich den beiden Brüdern geschenkten Städte sind Anagni, Veroli, Alatri, Segni, Boville, Sonnino, Porcigliano, Paliano, Fiamignano, Colleferro, Valmontone und Sacco.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †309, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0962-11-10_1_0_2_5_0_332_F309
(Abgerufen am 26.07.2017).