Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 286 von insgesamt 1338.

Abt Otto von San Dalmazzo in Pedona (D. Asti) erhält wunschgemäß vom Papste (Johannes XII.) die Bestätigung der Privilegien des von ihm wiederhergestellten Klosters.

Überlieferung/Literatur

Erw.: J. Durandi, Il Piemonte cispadano antico (Turin 1774) 153 Anm. a. Reg.: A. M. Riberi, S. Dalmazzo di Pedona e la sua abazia (Borgo San Dalmazzo) con documenti inediti (BSS. 110/1929, 476).

Kommentar

Durandi beruft sich für die Wahrheit seiner Nachricht auf eine unedierte Chronik von Pedona des Jakob Berardenco aus dem 16. Jh. Diese Chronik ist aber, wie C. Promis und G. Muratori, Relazione sopra lo scritto intitolato „Del codice de Berardenco” (Atti della accademia delle scienze di Torino 3/1867, 39‒78) beweisen, ein Falsifikat eines Zeitgenossen Durandis, des Pfarrers von Sambuco Giuseppe Francesco Meyranesio, der Durandi mit Nachrichten über Pedona versorgt hat. Die angebliche Privilegierung des Klosters, die laut dem angegebenen Datum nur Papst Johannes XII. durchgeführt haben könnte, setzt voraus, daß das am Anfang des 10. Jh. von den Sarazenen zerstörte Kloster zu dieser Zeit bereits wiederhergestellt war. Aus authentischen Quellen weiß man aber, daß das von den Mönchen verlassene Kloster damals zu den Besitzungen der Bischöfe von Asti gehörte und das klösterliche Leben in Pedona erst wieder im 12. Jh. begann.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †263, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0956-00-00_4_0_2_5_0_286_F263
(Abgerufen am 17.10.2017).