Regestendatenbank - 174.569 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 279 von insgesamt 1338.

Papst Johannes (XII.) bestätigt dem Erzbischof Petrus (IV.) von Ravenna, daß die in verschiedenen Orten, besonders in Corlo und Tamara (Curolo et Tammara) (bei Ferrara), siedelnden Arimannen seiner Jurisdiktion unterstehen und ihm dienstpflichtig seien.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Placitum v. 970 (Manaresi, FSI. 96/1958, 98). Reg.: J. *2839; JL. *3698; IP. V 50 n. *157. Lit.: Tabacco, I liberi 145 f.; G. Rabotti, in: Storia di Ravenna III (1993) 135.

Kommentar

Das Papstprivileg ist verloren und nur aus der zitierten Quelle bekannt. Es wurde von Erzbischof Petrus im Jahre 970 nebst anderen Papsturkunden (n. 166, n. 220, n. 335 u. n. 417) als Beweis für die Rechte Ravennas auf die genannten sowie auf andere Arimannensiedlungen (vgl. n. 166) vorgelegt. Weiters behauptete der Erzbischof, auch eine Bestätigung von seiten Ottos des Großen erhalten zu haben, die ebenfalls verloren ist, aber auf die Wende von 961 auf 962 datiert werden kann (Böhmer-Ottenthal n. 309 und dazu Buzzi in Arch. stor. Rom. 38/1915, 170). Da in dem ottonischen Diplom vermutlich schon auf das päpstliche Privileg Bezug genommen wurde, läßt sich dessen Ausstellung auf die oben angegebene Zeit eingrenzen, zumal der ausstellende Papst im Placitum als Nachfolger Agapits II. erscheint und daher mit Johannes XII. identifiziert werden muß.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 256, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0955-00-00_3_0_2_5_0_279_256
(Abgerufen am 24.01.2017).