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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Erzbischof Hatto (II.) von Mainz bestätigt als päpstlicher Legat (archiepiscopus et apostolice sedis legatus) auf Bitten Kaiser Ottos (I.) die von diesem mit seiner Zustimmung begründete Abtei Pöhlde (in loco, qui Palithi dicitur). (D. Mainz) und überträgt ihr Zehntrechte in genannten Pfarren.

Überlieferung/Literatur

Druck: Stimming, Mainzer UB. 120. Reg.: Böhmer-Will, Reg. I 116 n. 10; A. Schmidt, UB. des Eichsfeldes I (1933) 6 n. 11; GP. IV/4, 74 n. † 62.

Kommentar

Die bei Stimming aus einer Kopie des 16. Jh. edierte Urkunde, die von XVIII. kal. Maii a. dom. incarn. DCCCCLIII. datiert, ist laut Stimming eine Fälschung des 13. Jh. zur Sicherung der klösterlichen Zehntrechte wie das parallel dazu hergestellte Kaiserdiplom Ottos I. vom 16. Apr. 952 (DO I. n. 439. Stimming n. 196; Böhmer-Ottenthal n. 211). Darauf macht schon die anachronistische Bezeichnung Ottos I. als Kaiser aufmerksam, dessen Zeitgenosse der allerdings erst 968‒970 amtierende Hatto D. war. Die Mainzer Legationsrechte wurden wohl aus n. 137 abgeleitet. Vgl. dazu auch Germania Benedictina 6/1979, 405.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †239a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0953-04-14_1_0_2_5_0_260_F239a
(Abgerufen am 20.10.2017).