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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Agapit (II.) teilt den Gläubigen in der Auvergne mit (omnibus sanctae Dei aecclesiae filiis in Aruernico habitantibus), daß er jede Belästigung des päpstlichen Schutzklosters Sauxillanges (Celsinanias monasterium) (D. Clermont) und seiner Mönche verbiete, befiehlt die sofortige Rückgabe der ohne Erlaubnis des Abtes dem Kloster entfremdeten Güter, lädt Ungehorsame bei Strafe des Anathems vor das päpstliche Gericht und befiehlt besonders dem Bischof Stephan (II. von Clermont), über die Bedränger des Klosters die Exkommunikation zu verhängen. ‒ Immensa suspendimur ammiratione ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 17.Jh., Paris Arch. nat.: LL 1014 n. 14 fol. 13. 2) 17. Jh., Paris Bibl. nat.: Ms. lat. 5454 fol 2. Drucke: Mabillon, Ann. III 514; H. Doniol, Cartulaire de Sauxillanges (Clermont-Ferrand-Paris 1864) 51; Migne, PL. 133, 912; Bouquet, Recueil IX 232; Chaix, Mon. pont. Arverniae 13; Zimmermann, PUU. 220 n. 125 (ad 951). Reg.: J. 2810; JL. 3662. Lit.: Sackur, Cluniazenser I 208; Rosenwein, Neighbor 157 f.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU. in Frankreich VI 3 und Stein, Bibliographie générale des cartulaires n. 3617. Das Original des Chartulars von Sauxillanges, auf dem die Kopien beruhen, ist verloren. Laut den Kopien stand das Mandat auf fol. 7. Mabillon setzt die undatierte Urkunde ohne Angabe von Gründen ins Jahr 951. Ihm folgen zumeist die späteren Editionen. In Sauxillanges hatte Graf Akfred von der Auvergne 927 ein Klerikerstift begründet; vgl. Bernard-Bruel, Recueil I 282 ff. König Ludwig IV. von Frankreich gab am 3. Feb. 951 die Erlaubnis zur Umwandlung des Stiftes in ein der Kongregation von Cluny zugehöriges Benediktinerkloster; vgl. Prou-Lauer, Recueil 87 f. Die Gründungsurkunde des Klosters durch Bischof Stephan, die auch im Privileg Agapits II. für Cluny (n. 241) erwähnt wird, ist undatiert (Bernard-Bruel I 743 f.), gehört aber wohl in die Zeit der Ausstellung des Königsdiploms. In einer Urkunde Stephans von Dez. 952 wird Abt Aymard von Cluny bereits als Leiter des Klosters von Sauxillanges genannt; vgl. Doniol 54 f. Daraus ergibt sich die Datierung. Auch Johannes XIII. mußte ein Mandat zum Schutz der Klostergüter erlassen (n. 441).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 238, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0951-00-00_2_0_2_5_0_258_238
(Abgerufen am 22.06.2018).