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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Agapit (II.) erteilt die Erlaubnis zur Weihe eines Neffen des (Grafen) Milo (von Verona) (namens Milo) zum Bischof von Verona.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 237 (Weigle, MG. Briefe I 40). Reg.: J. *2802; JL. *3653; IP. VII/1, 221 n. *12. Lit.: Vogel, Ratherius I 143 f.: Monticelli, Raterio 146; Pauler, Regnum Italiae 89 ff.

Kommentar

Milo hatte nach der Flucht des Bischofs Rather aus Verona das Bistum 950 oder spätestens Anfang 951 vom Erzbischof Manasse von Arles gekauft, der sich als legitimer Bischof von Verona fühlte; vgl. n. 237. Die päpstliche Weiheerlaubnis war wohl ein Dispens, da Milo damals noch minderjährig war. Vgl. über ihn auch Schwartz, Besetzung 62 f. u. Pauler 92 f. Rather erwähnt in seinem zitierten Brief an Papst Agapit II., daß die fautores huiusmodi ordinationis licentiam se accepisse gloriantur ab apostolatu vestrae dominationis. Er bezeichnet das Verhalten des Papstes als contra legem canonicam stehend (Weigle 41), konnte aber zunächst auch vom deutschen König Otto dem Großen, dessen Italienzug er sich im Jahre 951 angeschlossen hatte (vgl. Böhmer-Ottenthal n. 196 b), nicht seine Restitution in Verona erreichen. Eine Papsturkunde betreffend die Ordinationslizenz für Milo ist nicht erhalten.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 225, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0950-00-00_4_0_2_5_0_243_225
(Abgerufen am 22.07.2017).