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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Agapit (II.) ersucht mittels eines durch einen Boten überbrachten Briefes den Abt Einold von Gorze, ihm zur Förderung der mit Hilfe des (römischen Fürsten) Alberich durchgeführten Reform von San Paolo (fuori le mura) (bei Rom) einige Mönche zu schicken.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Johannes v. Metz, Vita Johannis Gorziensis 53 (MGSS. IV 352). Reg.: J. *2801; JL. *3652; Trifone, Serie 110; Parisse, Bull. 11 n. 12 bis. Lit.: Sackur, Cluniazenser I 112; Schuster, San Paolo 53; Antonelli, L'opera di Odone 35 f.; Hallinger, Gorze-Kluny 76; Ferrari, Rom. Monasteries 265; Hoffmann, Abtsliste 278.

Kommentar

Von Abt Einold wurde auf Grund der päpstlichen Bitten der Mönch Andreas von Gorze samt einem Mitbruder nach Rom geschickt. Das nur in der zitierten Vita vermerkte Ereignis (Andreas ... Romam ad postulationem pape Agapiti mittitur, qui litteris cum nuncio quodam idoneo viro multum a domno Einoldo efflagitaverat, aliquos sibi religiosos, quos in monasterio beati Pauli, quod tunc ad monasticum ordinem transferre moliebatur, cum auxilio regis Albrici collocaret, transmitti) läßt sich nicht sicher datieren, doch nimmt man allgemein die Zeit um 950 an. Dafür könnte sprechen, daß im Jahre 949 die Rückkehr der Mönche von Capua nach Montecassino erfolgte (n. 199) und Abt Balduin von San Benedetto in Capua, dem Papst Marinus II. im Jahre 945 die Leitung auch von San Paolo anvertraut hatte (n. 184), vielleicht deswegen sein römisches Amt damals aufgegeben hat. Hoffmann 278 glaubt nur an eine Stellvertretung des Andreas für Balduin in Rom. Jedenfalls erfolgte die Entsendung des Iren Andreas nach Rom noch zu Lebzeiten des Fürsten Alberich. Das päpstliche Schreiben an Abt Einold ist verloren. Wohl gleichzeitig mit der Einsetzung des Andreas in San Paolo erhielt dieses Kloster ein Privileg Agapits II. (n. 224).

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 223, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0950-00-00_2_0_2_5_0_241_223
(Abgerufen am 29.03.2017).