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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Agapit II. teilt dem Abt Tresmir und dem Konvent von Montolieu (Tresmiro humili abbati sive Huguobaldo monacho atque Johanni monacho et Andreae monacho seu Sancio monacho sive cunctos primates et fratres vel servitores eiusdem venerabili monasterio sancti Johannis baptistae, qui vocatur Castrum Malasti, qui est super fluvium Duranum positum, territorium Carcassense, eorumque fratres ipsius monasterii) (D. Carcassonne) mit, daß er auf Bitte des Abtes ihrem Kloster genannte Besitzungen und Einkünfte (im Gebiet von Carcassonne) bestätigt habe. ‒ Quotiens illa a nobis ... IV. kal. Jan. pm. Johannis nomenculatoris et defensoris SSA. a. Deo propitio pont. dom. nostri Agapiti summi pont. et. univ. iunioris pp. in ss. sede b. Petri apost. IV, in men. et ind. suprascr. VII.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1‒2) 17. Jh., Paris Bibl. nat.: Coll Doat 69 fol. 60 u. Coll. Baluze 269 fol. 68. Drucke: Mahul, Cartulaire I 78 (fragm.); Zimmermann, PUU. 211 n. 120. Reg.: JL. 3647; Santifaller, Elenco 287. Lit.: Gall. Christ. VI 976; Kehr, Prinzipat 8; Engels, Schutzgedanke 190 f.

Kommentar

Die angegebenen Kopien sind fehlerhaft, doch scheinen manche Fehler schon auf den Text des heute verlorenen Originals zurückzugehen, aus dem direkt die Abschrift in der Coll. Doat hergestellt worden sein soll. Die Echtheit der Urkunde bezweifelt Santifaller mit Recht. Die Arenga folgt der Formel 105 des LD. in der Fassung des Cod. Ambrosianus. In der Sanctio negativa fällt die Formulierung auf, daß auch alle jene mit der Exkommunikation a me Agapitus episcopus (!) bedroht werden, die dem Privileg keinen Glauben schenken. Der Datar erhält in der Coll. Doat den Titel miculazare, was Santifaller in nomenculatoris verbessern möchte. Baluze hat den anscheinend unleserlichen Titel gänzlich weggelassen. Ein Nomenculator Johannes ist in dieser Zeit jedoch als Datar sonst nicht bekannt. Die Skriptumzeile fehlt, die Datierung schließt ohne die üblichen Einleitungsworte Dat. pm. direkt an eine sich am Kontextende findende Bestätigungsformel an, die mit dem Wort confirmamus endet. Alle diese Unregelmäßigkeiten und Irrtümer machen die Urkunde in ihrer gegenwärtigen Gestalt verdächtig. Die in ihr aufgezählten Klostergüter befinden sich in den Kantonen Alzonne, Bram, Mas-Cabardès, Saisac, Peyrac, Sallèles d'Aude, Montréal, Mazerolles und Ferran des Departement Aude. Bereits im Jahre 933 konnte sich das Kloster auf ein aus Rom erhaltenes Privileg berufen, vgl. Mahul 77. Vgl. zur berichtigten Datierung n. 222a.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †221, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0949-12-29_1_0_2_5_0_237_F221
(Abgerufen am 26.07.2017).