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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Eine unter dem Vorsitz des Papstes Agapit (II.) im Petersdom tagende Synode italischer Bischöfe bestätigt die Beschlüsse des Ingelheimer Konzils, besonders die Verdammung des Erzbischofs Hugo von Reims. Es exkommuniziert weiters den Herzog Hugo von Franzien bis zur Satisfaktionsleistung an den König Ludwig (IV. von Frankreich) oder bis zur Rechtfertigung vor dem Papst in Rom. Der Episkopat Frankreichs wird von den Beschlüssen schriftlich in Kenntnis gesetzt.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Flodoard v. Reims, Arm. 949 (Lauer 125); Richer v. Reims, Hist. II 95 (Latouche I 284); Hugo v. Flavigny, Chr. (MGSS. VIII 361 f.); MG. Conc. VI 171 f. Reg.: JL. I p. 461; Boye, QuKat. 52. Lit.: Lauer, Le règne de Louis 205; Mann, Lives IV 234; Hefele-Leclercq, Hist. des conc. IV 776; Dumas, L'église de Reims 19; A. Erler, Die Synode von Ingelheim und die Kirchengeschichte (FS. zur Jahrtausendfeier der Synode von Ingelheim 1948) 26; Zimmermann, Studien 135; Holtzmann, Kaiserzeit 135; Fuhrmann, Synode von Ingelheim 164; Wolter, Synoden 54; Sot, Flodoard 60; Pontal, Conciles 68.

Kommentar

Die römische Synode tagte wohl erst nach der Rückkehr des päpstlichen Legaten Marinus im Frühjahr 949, der über die von ihm geleitete Ingelheimer Synode berichtet haben dürfte; vgl. Engelmann, Legaten 96. Möglicherweise hat aber auch eine neuerliche, durch Marinus aus Deutschland überbrachte Intervention Ottos des Großen beim Papste das Zusammentreten und die Beschlußfassung des Konzils veranlaßt; vgl. C. v. Kalkstein, Geschichte des französischen Königthums unter den ersten Capetingern (1877) 272 und Erler 26.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 222, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0949-00-00_1_0_2_5_0_238_222
(Abgerufen am 17.11.2017).