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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Agapit (II.) erteilt den Mönchen von Magdeburg (Magadaeburgensis coenobii) ein Privileg.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 249. Reg.: J. *2808; JL. *3660; Mülverstedt, Reg. III 483 n. 17.

Kommentar

In n. 249 opponiert Erzbischof Wilhelm von Mainz mit Hinweis auf das heute verlorene Privileg Agapits II. für Magdeburg gegen die Pläne Ottos des Großen, in Magdeburg ein Erzbistum zu errichten und dazu die Dotation des von ihm begründeten Moritzklosters zu verwenden. Vgl. darüber Holtzmann, Otto der Große und Magdeburg (in: Magdeburg in der Politik der deutschen Kaiser, 1936, 45‒80). Über den Zeitpunkt der Ausstellung und über den Inhalt des Papstprivilegs ist nichts bekannt. Semmler in ZRG. KA. 45/1959, 18 vermutet, daß der Papst das Kloster in seinen Schutz genommen habe. In seinem Brief erwähnt Wilhelm, daß die Mönche nicht bloß von Agapit II., sondern auch vestrisque antecessoribus privilegiert worden seien. Diese Vorurkunden, die von den Päpsten Stephan VIII. und Marinus II. stammen könnten, sind ebenfalls verloren; vgl. n. 155 und n. 167.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 189, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0946-00-00_1_0_2_5_0_203_189
(Abgerufen am 19.10.2017).