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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Der als Pilger (pro salute) nach Rom gekommene Abt Ruotwich (Ruotwicus) von Mettlach (D. Trier) erhält von Papst (Marinus II.) für sein Kloster (Mediolacensibus) eine auf Papyrus (bibleis cartis) geschriebene Urkunde, worin der Papst das klösterliche Gebet für Tote und Lebende anordnet (in quibus apostolicus requiem defunctis preobtavit et salutem ... viventibus pia devotione indulsit).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Miracula s Liutwini 11 (ed. H. V. Sauerland, MGSS. XV 1265). ‒ Reg.: GP. X/1, 252 n. *3. Lit.: Raach, Kloster Mettlach 59.

Kommentar

Die zeitliche Einordnung der heute verlorenen Papyrusurkunde ergibt sich aus der Tatsache, daß in den Miracula vorher (MGSS. XV 1264) die Privilegierung des Klosters durch König Otto I. erwähnt wird, die man auf Ende 941 oder Anfang 942 datiert (vgl. Böhmer-Ottenthal n. 97b), und angenommen werden kann, daß der 941 eingesetzte Abt bald seine Romreise zum Empfang einer päpstlichen Bestätigung angetreten haben dürfte. Vielleicht darf dann der ungenannte Papst mit Marinus II. identifiziert werden, in dessen Pontifikat auch andere deutsche Pilger und Klöster Papsturkunden empfingen (vgl. n. 167, n. 168, n. 169). Zu den Unsicherheiten dieser Datierung vgl. aber Raach 41 u. 46.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 168a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0942-00-00_4_0_2_5_0_180_168a
(Abgerufen am 13.12.2017).