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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Marinus II. empfängt im Konsistorium die Gründerin des Nonnenklosters Schildesche (bei Bielefeld) Marksuit, die von ihrer Gründung berichtet, dem Papst und seiner Kurie wertvolle Geschenke überreicht und mit Vorlage bischöflicher Befürwortungsschreiben um Reliquien Johannes' des Täufers bittet, dem das Kloster geweiht worden war. Sie erhält diese wunschgemäß in einem verschlossenen Schrein und wird mit dem Papstsegen entlassen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Fund. Schildecensis 7 (MGSS. XV 1049). Reg.:

Kommentar

Die Gründung des Klosters erfolgte im Jahre 939 und wurde 940 durch Otto den Großen auf Intervention des Bischofs Dudo von Osnabrück bestätigt (Böhmer-Ottenthal n. 91), zu dessen Diözese damals Schildesche gehörte. Man darf annehmen, daß auch vor allem Dudo durch die in der Quelle erwähnten Befürwortungsschreiben confinium episcoporum die Bitten Marksuits beim Papste unterstützte. Marksuit wurde nach Rom von der ersten Äbtissin ihres Klosters, Emma, begleitet. Über ihre Vorsprache beim Papst, deren genaues Datum unbekannt bleibt, berichtet die spätmittelalterliche Fundatio im Stile ihrer Zeit, wie sich schon aus der Erwähnung eines päpstlichen Konsistoriums und einer Kurie ergibt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 168, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0942-00-00_3_0_2_5_0_179_168
(Abgerufen am 03.12.2016).