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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst (Stephan VIII.) weiht auf Intervention des Abtes Odo (von Cluny) den Bischof Johannes von Nola.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Johannes v. Cluny, Vita Odonis II 15 (MGSS. XV 588); Nalgod v. Cluny, Vita Odonis 38 (Migne, PL. 133, 100). Reg.: IP. VIII 300 n. *13. Lit.: Sackur, Cluniacenser I 110; Antonelli, L'opera di Odone 31.

Kommentar

Die beiden Viten berichten übereinstimmend, daß Odo auf seiner Pilgerreise durch Süditalien nach dem Monte Gargano mit Bischof Johannes von Nola zusammentraf und von dessen vergeblichen Bemühungen gehört habe, die Bischofsweihe in Rom zu erlangen. Auf Rat Odos begab sich Johannes nochmals nach Rom, wo dann alles wunschgemäß erreicht wurde. Die Reise Odos fällt ins Jahr 940. Der ordinierende Papst kann demnach nur Stephan VIII. gewesen sein. Laut der älteren Vita hatte sich der Bischof schon drei Jahre vorher, also noch während des Pontifikates Leos VII., in Rom um die Bischofsweihe bemüht und war deswegen zweimal in die Stadt gekommen, wo aber seine Feinde alles verhinderten. Näheres darüber verschweigen die Quellen. Man weiß nicht einmal, ob Johannes von Nola mit dem Papste Leo VII. überhaupt zusammentreffen konnte. Bei der Ablehnung seiner Weihe könnte die damals unklare Kirchenorganisation Süditaliens maßgebend gewesen sein. Die Zugehörigkeit Nolas zur Kirchenprovinz Neapel ist erst seit dem 12. Jh. entschieden; vgl. Groner, Diözesen Italiens 37 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 159, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0940-00-00_1_0_2_5_0_170_159
(Abgerufen am 30.03.2017).