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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Leo (VII.) empfiehlt den Erzbischöfen und Bischöfen Wido von Lyon, Theotol von Tours, Gerung von Bourges, Gerland von Sens, Artold von Reims, Aimerich von Narbonne, Rikulf von Elne, Godmar von Gerona, Willaran von Barcelona, Wadamir von Vich und Wisad von Urgel (Vuidoni ecclesie Lugdunensis, Teotoloni Turonensis, Gerunconi Biturigensis, Gerlanco Senonensis, Artallo Rhemensis, Aimerico Narbonensis, Riculfo Elenensis, Godmaro Gerundensis, Vuillarano Barchinonensis, Vuadamiro Ausonensis, Vuisado Urgellensis) den Schutz des unter dem Abt Arnulf stehenden Benediktinerklosters Ripoll (Riopollensis, quod est constructum inter duo flumina Tezer et Freber in honore sanctae Dei genitricis Mariae et sancti Petri, ubi beatissimi Benedicti domni nostri videtur ordo servari (D. Vich), ermahnt besonders den Diözesanbischof Wadamir von Vich und dessen Nachfolger, die Bedränger des Klosters zur Wiedergutmachung des durch sie verübten Unrechtes in Vertretung des Papstes zu veranlassen, und befiehlt den genannten Erzbischöfen und Bischöfen sowie deren Nachfolgern, im Falle der Weigerung das Anathem über solche Frevler auszusprechen. ‒ Sicut vestra pietas non ignorat ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: Drucke: Marca-Baluze, Marca hispanica 851; Migne, PL. 132, 1080, Kehr, Prinzipat 68. Reg.: J. 2763; JL. 3611, Martí Bonet, Reg. 384 n. 6; Zimmermann, PUU. 160 n. † 91. Lit.: Kehr, Prinzipat 8; Villada, Hist. de España III 323.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl Kehr, PUU in Spanien I 79 u. 124 Eine handschriftliche Überlieferung scheint nicht mehr zu existieren Wie Kehr, Prinzipat 68 ff nachweist, ist das undatierte Mandat eine noch vor dem 12 Jh mit Hilfe der Enzyklika Leos VII für Fleury (n. 147) hergestellte Fälschung, deren Echtheit zuerst Villanueva, Viage VI 137 ff., VIII 6 u. XIII 57 ff bezweifelte Der zeitgenössische Abt von Ripoll heißt nicht Arnulf, sondern Iñigo, von den genannten katalonischen Bischöfen passen der von Elne, Gerona, Vich und Urgel ebenfalls nicht in den Pontifikat Leos VII Die Angaben über die Patrozinien von Ripoll sind eine Übernahme aus n. 147 denn Ripoll war nur der Maria geweiht Kehr, Prinzipat 70 vermutet, daß zur Herstellung des Falsifikates die genannte Enzyklika Leos VII für Fleury in Form einer früher im Priorat La Réole vorhandenen Kopie und eine etwa von Agapit II für Ripoll ausgestellte Enzyklika benutzt wurde Zur Zeit Agapits II war nämlich Arnulf Abt von Ripoll Wahrend des Pontifikates Leos VII konnte die Enzyklika nur in den Jahren 938‒939 ausgefertigt worden sein, da erst ab 938 Erzbischof Gerland von Sens regierte, vgl n. 147

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †148, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0938-06-00_2_0_2_5_0_157_F148
(Abgerufen am 13.12.2017).