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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Leo (VII.) bestätigt eine Schenkungsurkunde des Grafen Bernhard von Périgord und dessen Frau Garsind für das Kloster Sarlat (monasterium s. Saluatoris quod vocatur Sarlatum) (D. Périgueux) unter den Äbten Odo (von Cluny) und Adacius; Besitzstörung wird mit dem Anathem bedroht.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Hugo v. Fleury, Vita s. Sacerdotis IV 25 (Migne, PL. 163, 949); Jean Tarde, Chr. (ed. G. de Gérard, Paris 1887) 43. Reg.: JE. 2659α Lit.: A. Higounet-Nadal, Histoire du Périgord (Toulouse 1983) 61 ff. u. 91 ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU. in Frankreich VI 9 f. (zu Leo IV). Eine handschriftliche Überlieferung scheint nicht mehr zu existieren. In Hugos Vita des ca. 670‒720 amtierenden Bischofs Sacerdos von Limoges, dessen Reliquien in Sarlat ruhen, wird nur die Anathemdrohung als Inhalt des Papstprivilegs genannt. Vgl. dazu auch Boshof, Traditio 64 Anm. 271. Der Zuschreibung an Leo IV. widerspricht die Chronik von Jean Tarde (gest. 1636), laut der die Schenkungsurkunde aus dem Jahre 817 und der Regierung Ludwigs des Frommen stammen soll. Da jedoch Graf Bernhard ca. 962 starb, wird eine Verwechslung Leos III. mit Leo VII., Ludwig des Frommen mit dem französischen König Ludwig IV. vorliegen, zumal der in der Schenkungsurkunde (inseriert bei Tarde) angesprochene Abt Odo laut Gerard mit Odo von Cluny zu identifizieren ist, dem das Grafenpaar das von ihnen begründete Kloster unterstellt hat. Ausdrücklich heißt es, daß der Papst im Januar nach der Schenkungsurkunde diese bestätigt habe, bei Annahme eines Schreibfehlers 937 statt 817 also im Januar 938, wohl im Zusammenhang mit n. 140, n. 141 u. n. 142.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 141a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0938-01-00_3_0_2_5_0_150_141a
(Abgerufen am 23.01.2017).