Regestendatenbank - 176.134 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 141 von insgesamt 1338.

Papst Leo (VII.) verleiht dem Erzbischof Adaldag von Hamburg (Adaldado sancte Hammaburgensis ecclesie episcopo, que sita est ultra fluvium, que vocatur Albia) das Pallium und bestimmt als Palliumtage Ostern, die Apostelfeste, Johannistag und Mariä Himmelfahrt. ‒ Si pastores ovium ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 17‒18. Jh., Hannover, LBibl. XXIII 1052 fol. 41 (fragm.). Erw.: Chr. breve Bremense (MGSS. VII 391); Adam v. Bremen, Gesta II 1 (Schmeidler, SS. rer. G. 2/1917, 61); Albert v. Stade, Amn. (MGSS. XVI 298). Drucke: Lappenberg, Hamburg. UB. 141; Migne, PL. 132, 1083; Curschmann, PUU. Hamburg 38; Zimmermann, PUU. 129 n. 76. Reg.: J. 2765; JL. 3612; Hasse, Reg. I 10 n. 24; Santifaller, LD. 311; May, Reg. I 29 n. 103; GP. VI 45 n. 46. Lit.: Koppmann, Urk. Hamburg 552 u. 559; Hacke, Palliumverleihungen 27; Curschmann, PUU. Hamburg 84; Schmeidler, Hamburg-Bremen 130; Peitz, Hamburger Fälschungen 207 ff.; Brackmann, Forschungen 79; Martí Bonet, Concesión del palio 159 f.

Kommentar

Die zitierte Kopie beruht auf dem Kopiar der Bremer Domkirche aus dem 14. Jh., das 1943 in Hannover zugrunde ging. Das Vorhandensein des Originals erwähnt noch der Stader Registrant im 17. Jh., der heute ebenfalls verloren ist. Auch im Bremer Kopiar, dem die Drucke folgen, war die mit den gefälschten Privilegien Stephans V. und Sergius' III. für Bremen (JL. † 3406 u. † 3549) wörtlich übereinstimmende Urkunde nur fragmentarisch enthalten, da der Kopist wohl in Anbetracht der Übereinstimmung auf eine vollständige Abschrift verzichtete. Es fehlt vor allem auch das Eschatokoll mit der Datierung. Laut Curschmann, dem aber schon Brackmann in GGA. 1911, 506 widerspricht, ist die Leo-Urkunde zumindest verdächtig. Daß Leo VII. dem Erzbischof Adaldag das Pallium verliehen hat, wird aber durch die zitierten historiographischen Quellen bezeugt. Die Datierung ergibt sich aus den Regierungszeiten des Papstes und des Erzbischofs (vgl. dazu May, Reg. 28 n. 98 bzw. K. Reinecke, in Series episcoporum V/2, 1984, 21). Peitz weist das Urkundenfragment in den Pontifikat Benedikts IX.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 133, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0937-00-00_1_0_2_5_0_141_133
(Abgerufen am 25.03.2017).