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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XI.) bestätigt der Kirche von Autun (omnibus filiis sanctae Eduensis ecclesiae et per vos successoribus vestris) auf Grund von Informationen über Gewaltanwendung bei Bischofswahlen in Gallien das Recht der freien Bischofswahl gemäß kanonischen Vorschriften durch Klerus und Volk, wobei zunächst Angehörige der eigenen Diözese und nur, falls sich hier kein Würdiger fände, Kleriker aus anderen Diözesen gewählt werden sollen, und ersucht die Könige Frankreichs um Überwachung dieser Bestimmungen. ‒ Auditum est ... Scr. pm. Theodori scrin. SRE. in men. Mar. et ind. VI. ‒ Dat.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 17. Jh., Paris Bibl. nat.: Coll. Baluze 71 fol. 70. Drucke: É. Baluze, Capitularia regum Francorum, II (Paris 1677) 1496; Migne PL. 126, 964 u. 132, 1061; Charmasse, Cartulaire 172; Zimmermann, PUU. 114 n. 69. Reg.: J. 2749; JL. 3590; Santifaller, LD. 311; Santifaller, Elenco 281. Lit.: Zimmermann, Rechtstradition 136; Kaiser, Bischofsherrschaft 380; Kortüm, UrkSprache 289 ff.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU. in Frankreich II 13. Das Mandat, dessen Datumzeile nur verstümmelt überliefert ist, wird auch den Päpsten Johannes VIII. und Johannes X. zugeschrieben, zu Johannes XI. paßt aber am ehesten der Skriniar Theodor. Laut Kortüm handelt es sich um eine Empfängerherstellung der Domherren von Autun mit deutlich antiepiskopaler Tendenz.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 117, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0933-03-00_1_0_2_5_0_124_117
(Abgerufen am 21.01.2017).