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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XI.) übergibt den Gesandten Giso und Amalrich aus Reims das Pallium für ihren Erzbischof Artold.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Flodoard v. Reims, Hist. IV 24 (MGSS. XIII 580); Flodoard v. Reims, Ann. 933 (Lauer 54); Flodoard v. Reims, De triumphis (Lauer 179); Alberich v. Troisfontaines, Chr. (MGSS. XXIII 759). Reg.: J. *2750; JL. *3591. Lit.: Lauer, Robert et Raoul 65; Mann, Lives IV 202 f.; Lowis, Church of France 37; Dumas, L'église de Reims 16; Zimmermann, Studien 127; Martí Bonet, Concesión del palio 144; Schröder, Synoden 248; Sot, Flodoard 271.

Kommentar

Artold, ein Mönch aus St-Remi bei Reims, wurde Ende 931 nach Eroberung der Stadt Reims durch König Rudolf von Frankreich auf Betreiben des Königs und gegen anfänglichen Widerstand des Reimser Klerus ohne vorhergehende kanonische Wahl anstelle des minderjährigen Erzbischofs Hugo (vgl. n. 75) zum Erzbischof von Reims ordiniert, nachdem es vorher zu einem Konflikt zwischen König Rudolf und dem Vater Hugos, dem Grafen Heribert II. von Vermandois, gekommen war. Das Pallium soll Artold laut Flodoards Hist. post annum ordinationis suae verliehen worden sein. Die Rückkehr der Reimser Gesandtschaft aus Rom notiert Flodoard in seinen Ann. als erstes Ereignis des Jahres 933 und berichtet, daß die Gesandten gleichzeitig die Nachricht von der Gefangennahme des Papstes durch Alberich (vgl. n. 113) nach Reims brachten. Auch Alberich soll laut Flodoard seine Zustimmung zur Verleihung des Pallium erteilt haben. Diese erfolgte daher wohl noch Ende 932 während jener römischen Wirren, die zur Vertreibung König Hugos von Italien aus Rom und zur Gefangennahme des Papstes und seiner Mutter Marozia führten.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 112, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0932-12-00_1_0_2_5_0_118_112
(Abgerufen am 28.05.2017).