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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (XI.) übersendet dem Erzbischof Hilduin von Mailand durch dessen Legaten Rather ein päpstliches Privileg und das erzbischöfliche Pallium. Er ersucht weiters den König (Hugo von Italien) in einem durch Rather zu übermittelnden Brief, diesem das (durch Hilduins Aufstieg zum Erzbischof frei gewordene) Bistum Verona zu verleihen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 237 (Weigle, MG. Briefe I 35 f.). Reg.: J. *2745 u. *2746; Cipolla, Fonti 115 n. 95; JL. *3586 u. *3587; EP. VI/1, 45 n. *84 u. VII/1, 221 n. *11. Lit.: Vogel, Ratherius von Verona I 48 ff.; Pavani, Un vescovo belga 21 f.; Monticelli, Raterio 41 ff.; Weigle, Gesch. des Bischofs Rather 352; Pauler, Regnum Italiae 89.

Kommentar

Sowohl das Privileg für Erzbischof Hilduin, das wohl die Verleihung des Pallium aussprach (vgl. Martí Bonet, Concesión del palio 130), als auch das Papstschreiben an König Hugo sind heute verloren und nur aus Rathers zitiertem Briefe aus dem Jahre 951 bekannt. Hilduin, der ehemalige Bischof von Lüttich (vgl. n. 53), hatte 928 von König Hugo das Bistum Verona bekommen und war am 30. Juni 931 zum Erzbischof von Mailand aufgerückt. Zur Datierung der Ereignisse und vor allem der Romreise Rathers vgl. Weigle in DA. 5/1942, 349 ff. Den Bitten des Papstes zugunsten Rathers soll sich angeblich die ganze römische Kirche angeschlossen haben: ... revertor a Romana sede peracta legatione, ferens privilegium pro iam dicto domino meo actum cum archiepiscopali pallium. Allatae cum his sunt et litterae domini papae tunc temporis Johannis gloriosae indolis, quibus continebantur preces eiusdem totiusque Romanae ecclesiae, uti ego Veronensibus darer episcopus. Dennoch dauerte es einige Zeit, bis sich König Hugo zur Verleihung des Bistums Verona an Rather entschloß; vgl. n. 236.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 107, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0931-07-00_1_0_2_5_0_113_107
(Abgerufen am 22.10.2017).