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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (X.) vertreibt im Bunde mit italischen Magnaten den König Rudolf (II.) von Burgund aus Italien und lädt den Grafen Hugo von der Provence ein, nach Italien zu kommen. Zu seiner Begrüßung entsendet der Papst einen Legaten nach Pisa.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Liudprand v. Cremona, Antapodosis III 17 (Becker, SS. rer. G. 41/1915, 81); Leo v. Ostia, Chr. I 61 (MGSS. XXXIV 153). Reg.:Lit.: R. Poupardin, Le royaume de Provence (Paris 1901) 220 f.; R. Poupardin, Le royaume de Bourgogne (Paris 1907) 56 ff.; Amling, Gesch. d. Papsttums 26 f.; Gerstenberg, Entwicklung 21 f.; Venni, Giovanni 124; Brezzi, Roma e l'impero 109 f.; Fasoli, I re d'Italia 98 ff. u. 233 ff.; Zimmermann, Dunkle Jh. 73.

Kommentar

Von der Beteiligung des Papstes am italischen Aufstand gegen Rudolf und an der Berufung Hugos berichtet nur Leo: Johannes papa ... iunctus magnatibus Italiae, depulit ex ea Rodulfum et mittens invitavit Hugonem. Ob das richtig ist, ist strittig, doch war Markgraf Wido von Tuszien, der zweite Mann der römischen Senatrix Marozia, einer der Führer der Revolte. Die Anwesenheit eines Legaten bei der Begrüßung Hugos in Pisa bezeugt Liudprand: adfuit Romani papae Johannis ... nuntius. Vgl. über die Verbindung des Papstes zu Hugo auch n. 79. Die Waffenentscheidung gegen Rudolf fiel am 29. Apr. 926 bei Novara und veranlaßte den König zum Verlassen Italiens wohl noch in der ersten Maihälfte, als Hugo schon die Schiffsreise nach Pisa angetreten hatte; vgl. zur Datierung Schiaparelli, I diplomi V 11 f.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 78, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0926-00-00_1_0_2_5_0_82_78
(Abgerufen am 29.03.2017).