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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (X.) bestätigt dem Bischof Heriveus von Autun (Heriveo sanctae sedis Augustudunensis episcopo) wunschgemäß genannte Besitzungen der Kirche Saint-Nazaire (in Autun) (tuae ecclesiae ..., quae in honore beati Nazarii martyris sacrata est.) ‒ Oportet nos ... Scr. pm. Adriani scrin. SRE. in men. Nov., ind. VIII.

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 1) 1645, Dijon Arch. départ.: G 745 n. 1. 2) 17. Jh., Paris Bibl. nat.: Coll. Baluze 71 fol. 73. Drucke: Gall. christ. IV Instr. 70; Charmasse, Cartulaire I 78; Migne, PL. 132, 801; Bouquet, Recueil IX 214. Reg.: J. 2727; JL. 3560; Santifaller, LD. 310; Santifaller, Elenco 279; Zimmermann, PUU. 85 n. 51. Lit.: Gall. christ. IV 372; Kaiser, Bischofsherrschaft 380.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU. in Frankreich II 13. Einige der im Papstprivileg genannten Besitzungen erhielt St-Nazaire erst durch eine Schenkung des Heriveus; vgl. das Synodalinstrument vom 31. Okt. 920 bei Charmasse I 42. Daher muß in der Datierung der Papsturkunde ind. VIII., was nach römischer Rechnung nur für 919/920 stimmt, falsch sein. Eine Bestätigung der bischöflichen Schenkungen durch den Papst bereits im Nov. 920 kommt wohl wegen der Kürze der Zeit kaum in Frage, obgleich dieses Datum naheliegt, da auch die Urkunde des Heriveus ind. VIII. für Okt. 920 zählt. Schon die Bearbeiter der Gall. Christ. entschieden sich für 921 und verbesserten in der Papsturkunde auf ind. IX., was allerdings gemäß der in Rom üblichen griechischen Indiktion auch nicht für Nov. 921 paßt. Laut Kortüm, UrkSprache 289 ff. handelt es sich um eine Empfängerherstellung der Domherrn von St-Nazaire in Autun.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 60, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0921-11-00_1_0_2_5_0_64_60
(Abgerufen am 23.03.2017).