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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Auf Befehl des Papstes Johannes X. (iubente domno Johanni X. pape) verpachtet der römische Subdiakon und Primicerius der Sängerschule (scole cantorum, qui appellatur Orphanotropio) (in Rom) Johannes mit Genehmigung der Schule dem Archipresbyter Merco, der Frau Petronia und dem Ehepaar Andreas und Stephania auf drei Generationen ein hinsichtlich seiner Grenzen umschriebenes Ackergut vor der Porta Maggiore (Roms) gegen einen Jahreszins von sechs Denaren an die Schule. Nach Ablauf der Frist soll das Gut wieder an die Schule zurückfallen. Für Vertragsbruch wird eine Strafe von sechs Goldpfund festgesetzt.

Überlieferung/Literatur

Druck: Allodi-Levi, Regesto Sublacense 159. Reg.: IP. I 18 n. 2; Zimmermann, PUU. 76 n. 45.

Kommentar

Zur handschriftlichen und gedruckten Überlieferung der Pachturkunde, die ‒ wie man aus ihrem Text erfährt ‒ in zwei gleichlautenden Exemplaren ausgefertigt wurde, vgl. IP. I 18 n. 2. Als Schreiber der Urkunde erscheint ein Adrianus scrin. et tabellio urbis Rome; vgl. dazu auch Santifaller, Elenco 77. Als Datierung der Urkunde steht an ihrem Eingang A. IV. pont. dom. Johanni summi pont. et univ. X. pp., ind. VII., men. Apr., die XXV, wobei bei der späteren Kopierung der Urkunde wohl ein Schreibfehler in bezug auf das Pontifikatsjahr unterlaufen ist, das gemäß der angegebenen Indiktion von IV. in VI. verbessert werden muß. Als Zeugen des Vertrages unterschrieben die Urkunde die Subdiakone Sergius und Johannes sowie die Konsuln Rodulf und Petrus. Über die Schola cantorum vgl. IP. I 17.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 48, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0919-04-25_1_0_2_5_0_52_48
(Abgerufen am 21.10.2017).