Regestendatenbank - 176.571 Regesten im Volltext

RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

Sie sehen den Datensatz 46 von insgesamt 1338.

Patriarch Nikolaos (I.) von Konstantinopel versucht mehrmals vergeblich durch gelegentliche Besucher aus Rom mit dem Papst (Johannes X.) Verbindung aufzunehmen und diesen wegen des Tetragamiestreites zur Entsendung von Legaten nach Byzanz zu veranlassen.

Überlieferung/Literatur

Erw.: n. 50. Reg.:

Kommentar

Im zitierten Schreiben (n. 50) des Patriarchen an Johannes X. von Juli 920 wird eingangs an die vergeblichen Bemühungen erinnert: Πολλάϰιϛ εἰ ϰαἱ μὴ διὰ γϱαμμάτων, ἀλλὰ διὰ τῶν ἐϰ τῆϛ ὑμετέϱαϛ ‘Ρώμηϛ ἐνταῦθα ϰαταλαβόντων ἀνδϱῶν ... ἐνδηλώσαμεν ... ὥστε ἀποστόλουϛ ὑμῶν ἐνταῦθα παϱαγενέσθαι Ansonsten besitzt man darüber keine Nachrichten, und es ist zweifelhaft, ob die Bemerkungen nicht bloß rhetorisch zu verstehen sind. Zwar wäre die Zurückhaltung des Patriarchen vor einer offiziellen Einladung an den Papst aus der Tatsache begreiflich, daß sein Schreiben an Anastasius III. (n. 8) anscheinend unbeantwortet geblieben war, Johannes X. aber war gerade 914/915 für seine süditalischen Unternehmungen auf byzantinische Hilfe angewiesen (vgl. n. 33) und hätte wohl Ursache gehabt, auf die Wünsche des Patriarchen zu reagieren. Es ist vielleicht auf die Zeit knapp vor n. 50 und nach n. 35 zu datieren.

Nachtrag einreichen
Einreichen
Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 42, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0916-00-00_2_0_2_5_0_46_42
(Abgerufen am 28.07.2017).