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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (X.) bestätigt dem Erzbischof Hermann (I.) von Köln (Herimanno sancte Coloniensis ecclesie archiepiscopo) den Erhalt seines Schreibens und dankt für die der römischen Kirche erwiesene Ehrerbietung. Bezüglich der Anfrage des Erzbischofs rät der Papst mit dem Hinweis auf Bibelstellen, dem bußfertigen Brudermörder Beringer Nachlaß der auferlegten Buße zu gewähren, da es nicht auf deren Dauer ankomme, so daß Beringer wieder seine junge Frau gemäß deren eigenen Bitten bei Beachtung einer gewissen Abstinenz zu sich nehmen, Pferd und Wagen für Reisen gebrauchen, die Kirche betreten, an Sonn- und Feiertagen Fleisch essen und Wein trinken sowie im Kriegsfall Warfen tragen dürfe. Der Papst berichtet dem Erzbischof weiters über die mit Hilfe der Apostel erfolgte Besiegung der seit sechzig Jahren das Land verwüstenden Sarazenen (n. 35), woran er selbst beteiligt gewesen sei und wofür er den Kirchenschatz eingesetzt habe, sowie über den nach seiner Rückkehr vom Kriegszug allgemeinen Jubel. ‒ Vestre sanctitatis mellifluas litteras ...

Überlieferung/Literatur

Org.: Kop.: 12. Jh., Trier Stadtbibl.: Ms. 1081/29 fol. 65v Drucke: Floß, Papstwahl II 103; Zimmermann, PUU. 69 n. 49. Reg.: JL. 3556; Oediger, Reg. I 99 n. 301; GP. VII/1, 43 n. 96. Lit.: Neuß, Gesch. d. Erzbistums Köln I 164; Zimmermann, Rechtstradition 136 f.; Fried, Laienadel und Papst 386.

Kommentar

Das erzbischöfliche Schreiben an den Papst (GP. VII/1, 43 n. *95) ist nicht überliefert und über die Persönlichkeit und das Vergehen Beringers, der wohl ein Mann höheren Standes gewesen sein muß, nichts weiter bekannt; vgl. aber n. 28. Durch die Erwähnung des Sarazenenkrieges (vgl. n. 35) läßt sich der Papstbrief auf die Zeit nach Aug. 915 datieren.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 37, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0915-00-00_1_0_2_5_0_41_37
(Abgerufen am 16.01.2017).