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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes (X.) bestätigt auf Bitte des Abtes Johannes von Aurillac dessen Schenkung von zehn Mansen an den Konvent von Aurillac (D. Clermont) und unterstellt das Kloster gegen einen Zins von zwölf Touroneser Solidi der alleinigen Jurisdiktion der römischen Kirche (ut Auriliaci coenobium ab omni dominatione esset absolutum, nisi sancti Petri et Romanae sedis).

Überlieferung/Literatur

Erw.: Chr. Auriliacensis (Mabillon, Analecta 349). Reg.: Chaix, Mon. pont. Arverniae 12 n. 6. Lit.: Gall. Christ. II 440; G. M. F. Bouange, Histoire de l'abbaye d'Aurillac, I (Paris 1899) 199; Smith, Hist. of Cluny 58.

Kommentar

Zur Überlieferung vgl. Wiederhold, PUU. in Frankreich VI 8. Das Papstprivileg ist nur durch die Erwähnung in der aus dem 12. Jh. stammenden Chr. bekannt. Abt Johannes, der laut der Chr. Romano pontifici carus fuit, regierte 909-928; vgl. Bouange 198 u. 206. Daher muß der ausstellende Papst mit Johannes X. identifiziert werden. Eine genauere Datierung der Ausstellung ist unmöglich. Zur Zinspflicht des Klosters vgl. Pfaff, Lib. censuum 326 n. 542. Nach der Schenkung des Abtes heißt es in der Chr. roborata fuit donatio auctoritate summi pontificis. Vermutlich enthielt das Papstprivileg eine generelle Besitzbestätigung. Das erste, heute ebenfalls verlorene Papstprivileg für Aurillac stammt von Formosus; vgl. Bouange 129.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 19, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0914-00-00_6_0_2_5_0_23_19
(Abgerufen am 30.03.2017).