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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes X. gewährt für bestimmte Tage allen Besuchern und Wohltätern des Hospitals der Johanniter in Jerusalem (hospitale beati Johannis Ihersolimitani) einen siebenjährigen Ablaß.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Indulgenzliste des Johanniterordens (ed. Hiestand, PUU. für Templer und Johanniter II 331). Reg.:Lit.:

Kommentar

Die Indulgenzliste ist im Anschluß an einen Ablaßbrief Papst Benedikts XI. von 1304 in mehreren Vidimi in den Departementalarchiven von Poitiers und Toulouse erhalten. Der Vidimus des Offizials von Nantes aus 1402 geht angeblich auf einen Lyoner Vidimus von 1378 zurück, der 1478 in Bordeaux hergestellte Vidimus gar angeblich auf 1368. Es handelt sich natürlich um Fälschungen zugunsten des im 10. Jh. noch nicht existierenden Johanniterordens. Terminus ante quem ist 1402. Vielleicht verdankt Johannes X. seine Nennung der Erinnerung an sein Engagement bei der Sarazenenbekämpfung und seinem Gariglianosieg (n. 33, n. 34, n. 35). Vgl. über weitere angebliche Ablaßbriefe für die Johanniter n. 254a u. n. 745a. Als Indulgenztage werden Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Geburt und Enthauptung Johannes des Täufers, Maria Himmelfahrt, Michaelis, Allerheiligen, die beiden Kreuzfeste und Karfreitag sowie die Oktaven dieser Feste aufgezählt.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. †16a, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0914-00-00_2_0_2_5_0_19_F16a
(Abgerufen am 17.01.2017).