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RI II Sächsisches Haus (919-1024) - RI II,5

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Papst Johannes X. weiht auf Grund einer Postulation den (Propst) Leo von Sant'Erasmo am Monte Celio in Rom zum Abt von Subiaco.

Überlieferung/Literatur

Erw.: Mürtz, Chr. 9 (Allodi 104). Reg.:

Kommentar

Der späten Nachricht ist nur bedingt Glauben zu schenken. Laut Mürtz soll die Weihe Leos 914 stattgefunden haben, doch ist der Abt erst Anfang 923 urkundlich bezeugt; vgl. Egidi, Notizie storiche 207. Mürtz fußt wohl auf der aus dem 12. Jh. stammenden älteren Chr. von Subiaco, welche die Regierungszeit Leos in den Pontifikat Johannes' X. datiert (SS. rer. Ital. XXIV/6, 6), und hat diese Notiz gemäß der Klostertradition und nach den Vorstellungen seiner Zeit ausgestaltet. So ist auch eine Postulation für damals ein Anachronismus. Mürtz behauptet weiters, daß Leo bei seiner Weihe ein Papstprivileg erhalten habe, und zitiert dann irrig n. 279. Zur Privilegierung Subiacos durch Johannes X. vgl. aber n. 77. Zur Verbindung Subiacos mit dem römischen Kloster vgl. n. 144 und zu Abt Leo III. Federici, L'abate Leone 21 ff.

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Empfohlene Zitierweise

RI II,5 n. 29, in: Regesta Imperii Online,
URI: http://www.regesta-imperii.de/id/0914-00-00_16_0_2_5_0_33_29
(Abgerufen am 22.01.2017).